ARBÖ warnt: Parkplätze reservieren verboten!

Wien (ARBÖ) - Österreich versinkt im Schnee. Viele freuen sich darüber, für viele ist die Schneepracht nur Ärgernis. Vor allem für Autofahrer, die auf der Suche nach einem Parkplatz sind.
Manche davon kommen deswegen jetzt auf die Idee, ihren mühsam freigeschaufelten Parkplatz mittels Aufstellen von Tafeln, Kisten und anderen Gegenständen freizuhalten. Die ARBÖ-Verkehrsjuristen warnen allerdings: Laut Straßenverkehrsordnung kann eine solche Reservierung als Benützung einer Straße zu verkehrsfremden Zwecken geahndet werden.

Wenn es darum geht, andere Verkehrsteilnehmer vom eigenen, mühsam freigeschaufelten Parkplatz fernzuhalten, kennt der Einfallsreichtum mancher Autofahrer keine Grenzen: Es werden
Tafeln aufgestellt und aus Kisten, Brettern und Kübeln Barrikaden gebaut. Der Gesetzgeber schiebt der Phantasie allerdings einen eindeutigen Riegel vor: Das Reservieren öffentlicher Flächen ist nach der Straßenverkehrsordnung verboten.

"Wer beispielsweise mit Kisten oder Tafeln einen Parkplatz verstellt, macht sich strafbar", stellt ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert die Rechtslage klar. "Jeder andere Autofahrer ist berechtigt , diese Gegenstände von der Fahrbahn zu entfernen und sein Fahrzeug abzustellen."
Verboten ist es aber auch, sich auf einen freien Parkplatz zu stellen, um diesen für ein bestimmtes Kraftfahrzeug freizuhalten. Ein dauerndes Verweilen auf der Fahrbahn ist einem Fußgänger nämlich nach der Straßenverkehrsordnung nur in Ausnahmefällen erlaubt - jedenfalls nicht, um Parkplätze zu reservieren.

"Auch bei noch so großer Parkraumnot sollte man einen Parkplatz weder verbarrikadieren noch von Mitfahrenden reservieren lassen", warnt Mag. Göppert. "Wird dies von anderen Verkehrsteilnehmern praktiziert, sollte man aber auch nicht mit Gewalt auf diesen Parkplatz bestehen. Denn schon allzu oft ist es dabei zu Handgreiflichkeiten und zu gerichtlichen Folgen gekommen."

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