Koreas Wirtschaft erholt sich spürbar

WKÖ-Außenhandelsstelle Seoul meldet gute Chancen für österreichische Exporteure und Investoren

Wien (PWK) - Nur knapp ein Jahr nach Ausbruch einer schweren
Finanz- und Wirtschaftskrise und damit schneller als erwartet, hat Korea zu Jahresanfang 1999 die Talsohle der Rezession überwunden. Dies meldet Österreichs Handelsdelegierter in Seoul, Christian Kesberg. "Eine deutliche Belebung der Inlandsnachfrage und eine Trendwende bei der monatelang rückläufigen Entwicklung der Ausfuhrerlöse signalisieren eine nachhaltige Stabilisierung des Realsektors und lassen für das laufende Jahr wieder ein Wirtschaftswachstum von 2 bis 4 Prozent erwarten." ****

Hohe Leistungsbilanzüberschüsse gewährleisten eine ausreichende Devisenversorgung und bei der Rekapitalisierung und Reorganisation des Bankenapparates wurden weitgehende Fortschritte erzielt. "Unter unerwartet hohem politischen Druck scheint auch die Strukturreform der Industrie und die Konsolidierung der Überkapazitäten des verschuldeten Privatsektors wieder in Gang zu kommen", berichtet Kesberg.

Die Kapitalmärkte reagierten auf diese Trendwende positiv. Der Aktienindex notiert nach starkem Auftrieb durch ausländische Portfolio-Investitionen um mehr als 40 Prozent über den Dezember-Werten von 1997. Am Sekundärmarkt sind die Risikoprämien für koreanische Regierungsanleihen beträchtlich gesunken. Nach entsprechenden Höherreihungen durch Fitch IBCA und Standard & Poor' Corp. hat vorgestern auch das Moody's Investor Service angekündigt, daß eine Reklassifizierung der Bonität Koreas unter "investment grade" bevorsteht, so der Handelsdelegierte.

In Folge einer Rücknahme der koreanischen Gesamtimporte um 36,7 Prozent im Jahr 1998, mußten auch Österreichs Korea-Exporteure im Vorjahr rezessionsbedingt Geschäftsrückgänge im Ausmaß von 35 bis 40 Prozent verkraften. Nach einem weitgehenden Abbau der Lagerbestände und merkbarer Belebung des Exportgeschäftes sind Koreas Importe bereits im Jänner wieder um 15 Prozent gestiegen. "Österreichische Lieferanten sollten von fiskalpolitischen Stimulierungsmaßnahmen im Infrasturkturbereich und von der Erholung der exportorientierten Verarbeitungsindustrien profitieren und ihr Liefervolumen 1999 wieder beträchtlich ausweiten können", ist Kesberg überzeugt. Durch die Insolvenzwelle und den Rückzug koreanischer Unternehmen aus Randgeschäftsbereichen sind darüber hinaus in manchen Segmenten zusätzliche Marktchancen entstanden.

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