AK: Aktien-Rückkauf wehrt feindliche Firmen-Übernahmen ab

Wien (OTS) – Die AK warnt davor, daß derzeit österreichische Unternehmen an der Börse unterbewertet sind. Das birgt die Gefahr eines Ausverkauf der österreichischen Wirtschaft in sich. Daher verlangt die AK, daß Aktiengesellschaften von ihren Aktionären Aktien in der Höhe von bis zu zehn Prozent zurückkaufen können. Das erschwert feindliche Firmenübernahmen, sichert strategisches Eigentum und erhält Arbeitsplätze. In anderen EU Ländern ist das bereits möglich. Die Initiative der Bundesregierung sei daher positiv und müsse schleunigst umgesetzt werden, verlangt die AK. ****

Die Unterbewertung von österreichischen Unternehmen an der Börse, wie Boehler Uddeholm, VA Stahl oder die Bank Austria, birgt die Gefahr eines Ausverkaufs der österreichischen Wirtschaft in sich. Die AK verlangt daher den Rückkauf von Aktien zu erleichtern. Wenn Aktiengesellschaften die Möglichkeit bekämen, bis zu zehn Prozent des Grundkapitals von ihren Aktionären zurückzukaufen, würden feindliche Firmenübernahmen erschwert werden. Bei einer
eventuellen Firmen-Übernahme verlieren die Übernahme-Gesellschaften ihre Attraktivität, weil sie ihr Eigenkapital reduzieren. Bei einem sehr niedrigem Aktienindex führen Rückkäufe im Regelfall auch zu steigenden Kursen, dadurch erhöhen sich die Kosten einer Übernahme erheblich. Darüber hinaus würde auch strategisches Eigentum gesichert und Arbeitsplätze erhalten
werden.
Die Initiative der Bundesregierung ist positiv und muß schleunigst umgesetzt werden, verlangt die AK.

In anderen EU Ländern - wie zB Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Italien oder Frankreich - ist der Aktien-Rückkauf bereits möglich.

Die AK will den erleichterten Erwerb eigener Aktien allerdings von folgenden Bedingungen abhängig machen:
+ Neben einem Beschluß der Hauptversammlung muß gewährleistet sein, daß der entgeltliche Erwerb eigener Aktien nur mit ausschüttungsfähigen Gewinnen und/oder frei verfügbaren Rücklagen der Aktiengesellschaft finanziert werden darf. Es ist auch eine Rücklage für eigene Anteile auf der Passivseite der Bilanz zu bilden.
+ Gibt es Stock-Option-Pläne für das Management, muß der generelle Erwerb eigener Aktien verboten werden, verlangt die AK. Dadurch
wird möglichen Kursmanipulationen vorgebeugt.

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