WIFO-Studie zum Kraftstoffmarkt: Erste Durchsicht zeigt grobe Schnitzer

Wien (OTS) - Eine erste grobe Durchsicht der WIFO-Studie zum Kraftstoffmarkt zeigt erhebliche Mängel und grobe Schnitzer auf, stellt der Fachverband der Erdölindustrie fest. Es habe daraufhin gestern, Mittwoch, ein Expertenteam begonnen, die Angaben der Studie zu überprüfen und einen Fehlerbericht zu erstellen. Schneller sei das nicht möglich gewesen, da der Fachverband der Erdölindustrie erst am Montag dieser Woche die WIFO-Studie erhalten habe, obwohl bereits Tage zuvor die Öffentlichkeit über den Inhalt in einer Pressekonferenz des Wirtschaftsministers informiert worden sei, kritisiert der Geschäftsführer des Fachverbandes Dr. Rudolf Merten. Im übrigen unterstreichen die Mineralölfirmen anläßlich dieser Studie neuerlich ihre Absicht nach fairem Wettbewerb auf Basis vergleichbarer Rahmenbedingungen.

Die Studie sei jedenfalls als Grundlage für ein amtliches Verfahren zur staatlichen Preisregelung unbrauchbar, stellt der Fachverband fest. Sie sei auch seinerzeit nicht für ein preisbehördliches Vorprüfungsverfahren in Auftrag gegeben worden, sondern zur allgemeinen Untersuchung des Kraftstoffmarktes in Österreich. Erst nach dem Drängen der AK auf Wiedereinführung der staatlichen Preisregelung habe man im nachhinein die Studie als Sachverständigengutachten für ein Verfahren "umdefiniert". Genau dafür sei die Studie aber offenbar ungeeignet, weil beispielsweise gerade bei den Vergleichen mit anderen Märkten, wie etwa der Schweiz, wesentliche Parameter entweder fehlen oder völlig falsch sind, weshalb Schlußfolgerungen daraus für den österreichischen Markt nicht gezogen werden können.

Außerdem sei man verwundert, mit welcher Nonchalance sowohl Studienverfasser, als auch der Wirtschaftsminister leichtfertige Vorurteile und aus der Hüfte geschossene "gute Ratschläge" - wie etwa den einer weiteren Produktenpipeline - geäußert haben, stellte der Fachverband fest.

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