100 Klimabündnis-Gemeinden in NÖ bis Ende 2000

LR Sobotka: 10 Millionen Schilling Projektförderung

St.Pölten (NLK) - Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka gab heute in Wien den Startschuß zu einer Kampagne des Landes, bis zum Ende des Jahres 2000 in Niederösterreich die Zahl der Klimabündnis-Gemeinden auf 100 zu erhöhen. Nachdem das Land seit dem Klimabündnis-Beitritt 1993 bereits zahlreiche Aktivitäten wie das Landesenergie- und -verkehrskonzept oder die Ökologisierung der Wohnbauförderung gesetzt habe, sei es nun an der Zeit, die Gemeinden als kleinste Ebenen des Staates vermehrt dazu zu motivieren, ihren Beitrag zu leisten.

Bis dato gehören 44 NÖ Gemeinden von Waidhofen an der Thaya bis Grimmenstein und von Pöchlarn bis Hainburg dem Klimabündnis an. Als besonderen Anreiz stellt Sobotka ein Fördervolumen von zehn Millionen Schilling für innovative klimarelevante Projekte zur Verfügung, je nach deren Beschaffenheit gibt es bis zu 100.000 Schilling Zuschuß. Unterstützt durch einen Klimabündnis-Wettbewerb, eine Service-Hotline (Telefon 02622/89327), ein Service-Handbuch für Gemeinden und eine massive Öffentlichkeitsarbeit soll damit ein Schneeballeffekt erzielt werden, das Klimabündnis-Ziel der CO2-Reduzierung um 50 Prozent bis 2010 mitzutragen.

Nachdem österreichweit rund 40 Prozent des CO2-Ausstoßes dem Wohnbereich und etwa 30 Prozent dem Verkehr entstammen, sieht Sobotka das Tätigkeitsfeld der Gemeinden v.a. in der Erstellung von Energiebilanzen, in zusätzlichen Wohnbauförderungen etwa für die Althaussanierung, in energieschonenden Verkehrsmaßnahmen oder der Forcierung der Nahversorgung.

Beim Klimabündnis könne jeder seinen Beitrag leisten, die Gemeinden selbst sparen durch effizienteren Energieeinsatz nicht nur Geld, sondern können auch entscheidend zur Verbesserung ihrer Standort- und Lebensqualität beitragen. Umweltpolitik werde überall dort positiv mitgetragen, zeigte sich Sobotka abschließend überzeugt, wo Erfolge meßbar seien, sich persönlicher Nutzen einstelle und der Weg ein realistischer sei. Auch eine Summe kleiner Schritte führe aus der derzeitigen Stagnation hinsichtlich des CO2-Ausstoßes heraus und trage dazu bei, daß die Politik auf nationaler und europäischer Ebene Rahmenbedingungen für große Schritte wie etwa die Biomasse-Verstromung oder die Einführung des Drei-Liter-Autos schaffe.

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