Prammer: Laserpointer-Verbot in Vorbereitung!

Verordnung gegen gefährliche Laserpointer wird voraussichtlich im Mai 1999 erlassen

Wien (OTS) - Laserpointer sind bei vielen Kindern ein beliebtes Spielzeug. Allerdings sind viele dieser Geräte so stark, daß sie bei direkter Bestrahlung ins Auge zu Sehstörungen führen können. Außerdem steht das Blenden und Irritieren z.B. von Schulbuslenkern keine unbeträchtliche Unfallgefahr im Straßenverkehr dar. Aus diesen Gründen hat sich Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer entschieden, die gefährlichen Laserpointer der Klasse 3B in Österreich zu verbieten. Eine diesbezügliche Verordnung ist derzeit in Begutachtung und wird voraussichtlich im Mai 1999 erlassen.

Laut einer von Prammer in Auftrag gegebenen Studie des Forschungszentrums Seibersdorf sind von diesem Verbot rund 50 Prozent aller am Markt befindlichen Laserpointer betroffen. Diese gefährlichen Geräte können bei direkter Strahlung ins Auge einige Tage andauernde Sehstörungen und Augenschmerzen hervorrufen, weil der menschliche Lidschlußreflex seine Schutzfunktion nicht mehr erfüllen kann. In Österreich mußten bereits einige Menschen mit akuten Sehstörungen ambulant im Krankenhaus behandelt werden.

Zu einem Problem sind Laserpointer erst geworden, seit sie im Handel zu einem günstigen Preis angeboten und vor allem von Kindern und Jugendlihen als Spielzeug verwendet werden. "Gesundheitsgefährdende Laserpointer müssen daher in Österreich zum Schutz der Menschen verboten werden", betont Prammer. Der Verordnungsentwurf ist bereits fertiggestellt und derzeit in Begutachtung. Er sieht ein Verbot des Verkaufs der starken Lasergeräte der Klasse 3B vor. Das Verbot betrifft nicht die Laserpointer der schwachen Klassen 1 und 2, die für den professionellen Gebrauch zum Anzeigen besonders wichtiger Stellen bei Präsentationen verwendet werden.

Laserpointer können nicht nur die Gesundheit gefährden. Das Blenden und Irritieren zum Beispiel von Schulbuslenkern kann auch eine Unfallgefahr darstellen. "Mit der neuen Verordnung, die voraussichtlich im Mai 1999 in Kraft tritt, wird auch ein wichtiger Schritt zur Unfallvermeidung gesetzt", betont die Konsumentenschutzministerin abschließend.

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