"Eltern-Kind-Nachfolge" bei der Vergabe von Kassenplanstellen völlig unbedeutend.

Ärztekammer NÖ präsentiert Statistik der letzten Jahre

Wien (OTS) - "Die von politischer Seite bewußt losgetretene Diskussion über eine Eltern-Kind-Nachfolge bei der Vergabe von Kassenplanstellen ist nichts anderes als politische Wichtigtuerei", meinte heute Ärztekammer Präsident MR Dr. Gerhard Weintögl.

In letzter Zeit haben sich vermehrt Politiker zu Wort gemeldet, und sich lauthals öffentlich darüber alteriert, daß bei der Vergabe von Kassenplanstellen Kinder von Ärzten in ungerechtfertigter Art und Weise bevorzugt würden, offenbar in Unkenntnis der tatsächlichen Dimension der Familiennachfolge. Heute präsentierte MR Dr. Gerhard Weintögl dazu Fakten.

"In den letzten vier Jahren gab es insgesamt 5 familiäre Nachfolgen bei Facharztordinationen, was 1,25 familiären Nachfolge pro Jahr gleichkommt. Bei Ärzten für Allgemeinmedizin waren in den letzten vier Jahren ebenfalls 5 familiäre Nachfolgen, was 1,25 familiäre Nachfolgen pro Jahr bedeutet. Bei den Zahnärzten gab es in den letzten vier Jahren 6 innerfamiliäre Übergaben von Kassenplanstellen!" so Weintögl. "Durchschnittlich gibt es also pro Jahr für die Bereiche Facharzt, Allgemeinmedizin und Zahnarzt jeweils etwa eine familiäre Nachfolge. Man sieht also, daß die Dimension der familiären Nachfolge von den Politikern bei weitem überschätzt wurde." Auch das Thema "Adoptionen zur Weitergabe von Kassenplanstellen" wurde von Weintögl heute angeschnitten. "Bisher wurde noch keine einzige Kassenplanstelle in Niederösterreich innerhalb einer Familie an ein adoptiertes Kind vergeben." so Weintögl abschließend.

Rückfragehinwies: Ärztekammer für Niederösterreich

Tel.: 01/53 751-0

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