Die Jagd mit der Kamera THWA forderT ÖKO- statt Jagdtourismus

Wien (OTS) - Vor wenigen Tagen ging in Salzburg die Hohe Jagd (5.-7.2. 1999), die größte heimische Jagd- und Fischereimesse zu Ende. Zahlreich vertreten und gut besucht waren die Stände diverser Jagdreiseanbieter. Der Jagdtourismus ist zu einer blühenden Geschäftsbranche geworden. Immer moderner und bequemer werden dadurch Wildtiere zum Abschuß preisgegeben. Das Tierhilfswerk Austria (THWA) wird in Zukunft dem durch grenzüberschreitende Kooperationen entgegenwirken. Ziel ist es, die Jagd mit der Kamera zu forcieren. Öko-Tourismus statt Trophäenjagd.

Ein gutes Beispiel bietet der Jagdreiseveranstalter Nikolaus Gugler. Wer seinen Jagdkatalog 1999 aufschlägt, bekommt auf Hochglanz und in idyllischen Bildern das Angebot zum Tiermord präsentiert. Um knappe 50.000 Schilling kann man in British Columbia, Kanada, 12 Tage Jagd auf Puma oder Luchs machen. Wem eine Trophäe nicht genügt, der kann für einen Aufpreis von 20.000 Schilling ein weiteres Tier erlegen. Ganz ähnliche Angebote gelten für Alberta, Alaska oder das Yukon Territory.

Christian Janatsch, Präsident des THWA: "Die Jagdreiseveranstalter offerieren im wahrsten Sinne des Wortes einen 'Mordsspaß', ein blutiges Vergnügen, das Tausenden Tieren das Leben kostet. Arten, die in unseren Breiten streng geschützt sind, wird in Übersee seelenruhig das Garaus bereitet."

Mag. Alexander Willer, Wolfsreferent des THWA: "Das THWA hat es sich zum Ziel gesetzt, dem Freizeitmord auf Tiere entgegenzuwirken. In Hinkunft werden wir verstärkt Kooperationen in Richtung sanftem Tourismus propagieren. Eine Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern ist in Planung. Ähnlich wie beim whale watching sollen Wolf, Kojote oder Luchs in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet und erlebt werden. Die Betonung liegt dabei auf erlebt - nicht ermordet."

Mag. Erich Schacherl, Bärenrefernt des THWA: "Der Öffentlichkeit muß klar gemacht werden, daß der Jagdtourismus mit Weidgerechtigkeit rein gar nichts zu tun hat. Hier werden Tiere aus rein finanziellen Interessen abgeknallt. Österreicher sind gerade in Nordamerika federführend an diesem Gemetzel beteiligt, sei es als Reiseveranstalter oder Jagdtourist."

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