Höchtl: Stopp der "Mir san mir"-Einstellung mancher Wiener Verkehrspolitiker dringend erforderlich

Will Wien "Hauptmeldungen" erzwingen?

Niederösterreich, 10.2.99 (NÖI) "Der Egoismus mancher Wiener Verkehrspolitiker muß gestoppt werden. Es geht in meinen Augen nicht an, daß niederösterreichische Pendlerinnen und Pendler zunehmend Opfer der 'mir san mir'-Einstellung von Wiener Entscheidungen werden, indem immer mehr Pendlerinnen und Pendler entweder ausgesperrt oder kräftig zur Kasse gebeten werden. Es
kann doch nicht soweit kommen, daß jedes Bundesland oder
vielleicht sogar jede Gemeinde bzw. jeder Bezirk diejenigen Personen, die nicht dort wohnen, quasi 'unter Strafe stellen'", stellte der niederösterreichische ÖVP Abg. z. NR Dr. Josef Höchtl gegenüber dem Pressedienst der VP NÖ fest.****

Man muß sich doch in der Politik auch überlegen, wohin letzten Endes eine Maßnahme führt, die man unüberlegt setzt. Jede Maßnahme provoziert doch Gegenmaßnahmen, wenn sie nicht von vornherein partnerschaftlich zwischen den betroffenen Gruppen abgestimmt ist, warnt Höchtl.

"Neben der Benachteiligung der niederösterreichischen Pendlerinnen und Pendler mehrt sich gleichzeitig der Verdacht, daß damit auch Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher gezwungen werden sollen, sich in Wien anzumelden. Das bedeutet,
daß man den einzelnen Niederösterreicher vor die Wahl stellt, entweder als Pendler in Wien geschröpft zu werden oder aber seine "Hauptanmeldung" in Wien zu veranlassen. Das wiederum würde eine gewaltige Verschiebung der Finanzkraft zulasten der niederösterreichischen Gemeinden bedeuten, denen damit das so wichtige Geld entzogen würde, schloß Höchtl.
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