AK Wien: Keine Euro-Extrawurst für Wirte

Gesetz zur doppelten Preisauszeichnung darf nicht weiter aufgeweicht werden

Wien (OTS) – Die AK Wien spricht sich gegen eine weitere Aufweichung des Gesetzes zur doppelten Preisauszeichnung aus. Anlaß: Die Wirtschaftskammer hat gefordert, Gastwirte und
Hoteliers von der Regelung auszunehmen. Dazu Konsumentenschützer Karl Kollmann von der AK Wien: "Es ist einem Wirt durchaus
zumutbar, den Preis für das Wiener Schnitzel nicht nur in Schilling, sondern auch in Euro auf die Speisekarte zu schreiben. Immerhin stehen 73 Prozent der Bevölkerung hinter der gesetzlich vorgeschriebenen Doppelpreisauszeichnung, und zwei Drittel der
Leute wollen keinerlei Ausnahmen zulassen". Gerade jene Branchen, die sich auf Kundenorientierung viel zugute halten, sollten die Wünsche der Konsumenten nicht ignorieren, fordert Kollmann.****

Das Gesetz zur doppelten Preisauszeichnung (Eurowährungsangabengesetz – EWAG) liegt vor und sollte nun rasch beschlossen werden. Obwohl es nach Meinung der AK eine zu großzügige Ausnahmeregelung für sogenannte Kleinbetriebe beinhaltet, bringt das Gesetz immerhin Rechtssicherheit und einheitliche Spielregeln bei der Euro-Einführung. Für die AK Wien ist es daher unverständlich, daß sich stets neue Branchen mit dem Wunsch nach einer Sonderbehandlung zu Wort melden. Jüngstes Beispiel: Das Hotel- und Gastgewerbe. "Beim Wirt im Beisl werden
die Leute genauso mit der neuen Währung zu tun haben wie überall sonst auch", so Kollmann. "Was soll so schwierig daran sein, auf
die Speisekarte zu schreiben: 1 Krügerl 35 Schilling = 2,54 Euro"?

Die Konsumentinnen und Konsumenten brauchen Sicherheit bei der Euro-Einführung, und dafür muß es einheitliche Spielregeln geben. Die AK Wien wird eine weitere Verwässerung des Euro-Preisauszeichnungsgesetzes nicht zulassen.

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