Bauindustrie lehnt Arbeitsmarktfonds der Gewerkschaft ab

Vorschlag der Gewerkschaft Bau-Holz wird die dramatische Beschäftigungs-Situation am Bau nicht entschärfen

Wien (Pwk) - Die Bauindustrie unterstützt die Forderung der Gewerkschaft Bau-Holz nach beschäftigungssichernden Maßnahmen für die Bauwirtschaft, lehnt jedoch den Vorschlag ab, einen Struktur- und Arbeitsmarktfonds einzurichten, um die Arbeitslosigkeit am Bau zu senken. "Ein neuer Fonds wird keine neuen Arbeitsplätze am Bau schaffen. Wenn das AMS seinen Auftrag nicht erfüllen kann, dann muß man die Strukturen dieser Organisation überprüfen. Wir sind jedenfalls nicht bereit, mit der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse die Ineffizienz des Arbeitsmarktservice zu finanzieren, wie sich die Gewerkschaft das wünscht", stellt Johannes Schenk, Geschäftsführer des Fachverbandes der Bauindustrie, in einer Aussendung der Wirtschaftskammer Österreich fest. ****

Gewerkschaftsvorsitzender Johann Driemer hat in einer Pressekonferenz mehrmals betont, daß die 1996 vereinbarten Maßnahmen über eine Flexibilisierung der Arbeitszeit gegriffen haben. Besonders in den Wintermonaten 1996/97 und 1997/98 hat sich die Beschäftigungssituation am Bau deutlich verbessert. Bestehende Arbeitsverhältnisse konnte laut Driemer um bis zu sechs Wochen verlängert werden. "Die logische Konsequenz daraus ist, daß wir die bestehenden Arbeitszeitmodelle erweitern und der Situation am Bau anpassen müssen, um die Arbeitssituation zu entschärfen" meint Schenk und schlägt vor, daß Bauarbeiter in den arbeitsintensiven Sommermonaten mehr Gutstunden als bisher ansparen können. Damit würde sich die Beschäftigung der Mitarbeiter um deutlich mehr als sechs Wochen verlängern.

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