Schülerunfälle: Leitfaden und Infoline gegen Informationslücken AUVA intensiviert Aufklärung über den gesetzlichen Versicherungsschutz bei Schulveranstaltungen

Wien (OTS) - Bei der Bearbeitung von Schülerunfällen zeigt sich immer wieder, daß

*Eltern nicht wissen, daß ihr Kind bei Schulveranstaltungen
bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt, AUVA, pflichtversichert ist,

*wieweit der gesetzliche Unfallschutz reicht, beziehungsweise, *was im Falle eines Unfalls zu tun ist.

Die AUVA Landesstelle Wien hat daher eine Infoline unter der Telefonnummer (01)33133-375 eingerichtet und die wichtigsten Punkte der gesetzlichen Schülerunfallversicherung in einem kurzen Leitfaden zusammengefaßt. Dieser Leitfaden wurde Ende Jänner an Stadtschulräte, Schulen und Elternvertreter in Wien, Niederösterreich und im Burgenland zur Weiterverteilung übersandt. Die Erstauflage beträgt 35.000 Stück.

Josef Müller, Direktor der AUVA Landesstelle Wien: "In Wien, Niederösterreich und im Burgenland erleiden rund 22.300 Schüler pro Jahr im Zusammenhang mit dem Schulbesuch einen Unfall. Knapp 70 Prozent (15.500 Unfälle) der Verletzungen erfolgt jedes Jahr beim Sportunterricht. Rund 2.000 Kinder werden bei Schulveranstaltungen außerhalb des Schulbesuches, zum Beispiel bei Skikursen, Exkursionen und dergleichen, verletzt. Aus den AUVA-Unfallspitälern in ganz Österreich wissen wir, daß bei den Wintersportarten vor allem Snowboarder und Carving-Fahrer- besonders bei ungenügender Ausbildung - stärker verletzungsgefährdet sind. Wir hoffen, daß unser neuer AUVA-Schülerunfallknigge nicht nur im Ernstfall hilft: Wir wollen bereits bei der Vorbereitung - zum Beispiel auf einen Schulskikurs -auf die Gefahren aufmerksam machen, Erwachsene und Jugendliche sensibilisieren und dadurch böse Stürze vermeiden. Mein größter Wunsch wäre eine unfallfreie Wintersaison".

Im Pressegespräch am Dienstag, dem 9. Februar 1999, in der Direktion der AUVA Landesstelle Wien, informierten Peter Müller, Leiter der Leistungsabteilung der Landestelle Wien, und Dr. Hans Meyer, Leiter der Rechtsabteilung der AUVA Landesstelle, über die Details des gesetzlichen Versicherungsschutzes bei Schulveranstaltungen. Prinzipiell sind Schüler bei der AUVA unfallversichert; der Gesetzgeber gibt vor, wann und in welchem Ausmaß ein Versicherungsschutz gegeben ist.

Versicherungsschutz besteht bei Unfällen

*am Weg von und zum Veranstaltungsort;
*bei gemeinsamen Aktivitäten bei einer Schulveranstaltung
unter Aufsicht und Verantwortlichkeit der Schule. Nicht gedeckt sind

*Freizeitaktivitäten, die nicht unter Aufsicht der Schule (zum Beispiel Diskobesuch) stattfinden.

Folgende Leistungen der AUVA sind vorgesehen:

*Transportkosten zur ärztlichen Behandlung in Verbindung mit
der gesetzlichen Krankenversicherung;

*Behandlungskosten ebenfalls in Abstimmung mit der Krankenversicherung;

*Rückholung an den Wohnort, wenn diese medizinisch notwendig ist;

*Versehrtengeld, Rente;
*besondere Unterstützung;
*Rehabilitation.

Wichtig ist, daß

*die Kinder einen Krankenkassenscheck mithaben;
*die Unfallmeldung durch die Schule innerhalb der gesetzlichen Frist von drei Tagen erfolgt. Die Meldung ist auch per Fax möglich. Auskünfte und Faxformulare gibt es bei der AUVA Landesstelle für Wien, Niederösterreich und das Burgenland Infoline unter (01-)33133-375.

Über die genauen Details der Schülerunfallversicherung informiert zudem ein umfangreiches Merkblatt der AUVA.

Der neue Leitfaden ist ein sechsseitiges Faltblatt im DIN A4-Format; Er paßt in jedes Gepäck, faßt kurz die wichtigen Schritte sowohl bei der Vorbereitung auf eine Veranstaltung als auch im Unglücksfall zusammen und bietet einen Überblick über die Leistungen der AUVA. Eine ausreichende Anzahl von Leitfäden und Merkblättern wurden dem Wiener Stadtschulrat sowie den Landesschulräten für Niederösterreich und das Burgenland zur Verfügung gestellt. Ende Jänner hat die AUVA diese Information direkt an 560 Schulen (Hauptschulen sowie höhere Schulen) und die dort etablierten Elternvereine in Wien, Niederösterreich und Burgenland gesandt. Für weitere Nachbestellungen steht die Infoline zur Verfügung. Zur Verbesserung des Services ist die Landesstelle für Anregungen dankbar.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Gabriela Würth Kommunikation
Tel. 02242-38300

Gabriela Würth,

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAU/OTS