Muzik: Semmering - bigottes Verhältnis der ÖVP in Umweltfragen

St. Pölten, (SPI) - "Der Wassereintritt während der Bauarbeiten am Probestollen ist ein normaler Vorgang bei Tunnelbauten. Während beim Semmering-Eisenbahn-Sondierstollen derzeit 180Liter/Sekunde Wasser ausgepumpt werden, müssen beim
Semmering-Schnellstraßen-Tunnel derzeit 100 Liter/Sekunde abgeleitet werden. Zum Vergleich: Beim Karawanken-Straßentunnel war ein Wassereintritt von 600 Liter/Sekunde zu verzeichnen, beim Plabutsch-Straßentunnel wurden 3.000 Liter /Sekunde abgepumpt. So bedauerlich ein Wassereintritt ist, es versucht wirklich nur die ÖVP-Niederösterreich auf diesem niedrigen politischen Niveau daraus Kapital zu schlagen. Anstatt Verwendungsmöglichkeiten für das Wasser hervorragender Trinkwassergüte zu suchen, übt sich die Volkspartei weiter in tiefster Polemik. Es ist auch bezeichnend, daß der Volkspartei der Wassereintritt beim Straßentunnel offenbar keine Sorgen zu bereiten scheint", stellt SP-Landtagsabgeordneter Hans Muzik zu Aussagen der NÖVP fest.****

Bei beiden Bauvorhaben - Straßen und Schiene - sind nachweislich bisher keine Beeinträchtigungen von Trinkwasserversorgungen eingetreten. Vor nicht allzulanger Zeit übte sich der Landeshauptmann sogar im Fernsehen als "Wasserexperte", seine Darstellungen wurden peinlicherweise später von Fachleuten widerlegt. Eine von ihm angesprochene Versiegung einer Quelle wurde von Fachleuten nicht dem Eisenbahntunnel, sondern dem Straßentunnel zugerechnet. Das austretende Wasser beim Semmering-Eisenbahn-Sondierstollen geht zudem nicht dem Berg verloren, weil es im natürlichen Wasserkreislauf auch bisher schon unterirdisch abgeflossen ist. "Mehr ist eigentlich zum "bigotten" Umweltverständnis der Niederösterreichischen Volkspartei nicht zu sagen", so Abg. Muzik abschließend.
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