Museumsturm auf Grabungsgelände in Schwarzenbach

Patenschaft für Fenster und Stiege gegründet

St.Pölten (NLK) - Unbekanntes wird vertraut, bislang Unsichtbares sichtbar - unter diesem Motto plant man in Schwarzenbach die Errichtung eines Museumsturms auf dem Grabungsgelände über dem Ortsgebiet, der neue Einblicke auf die keltische Siedlung aus dem 1. und 2. Jahrhundert vor Christi geben soll. Seit November 1998 wird gebaut, übrigens an fast derselben Stelle wie ein Turm aus dem Jahr 1941, der 1945 abgebrannt ist. Derzeit ist das Erdgeschoß abgeschlossen. Heuer soll der 25,7 Meter hohe Museumsturm fertig sein, freut sich Johann Giefing, Bürgermeister der Buckligen Welt-Gemeinde, der seit 1992 die Aufschließungsarbeiten auf dem Gelände vorantreibt.

Der Museumsturm soll mit einer inneren Weite von sechs Metern, einem verglasten Aussichtsgeschoß und einer offenen Plattform den Blick über das 18 Hektar große Grabungsgelände und über die Umgebung des Ortsgebietes bieten. Die erste Ausbaustufe des geplanten "keltischen Erlebnisparks" soll zudem mit einem Buffet, einem Sanitärbereich, den Lagerräumen und einem überdachten, mit Schiebewänden verglasten Vorplatz als zentrales Informationszentrum dienen. Die Investitionen tragen die EU, das Land Niederösterreich und die Gemeinde mit jeweils 1,4 Millionen Schilling. Dazu kommt noch eine Patenschaft, die Spenden von 4.000 Schilling pro Fenster und 2.000 Schilling für jede Stiege auftreibt. Dabei wird ein Namensschild des Spenders angebracht.

In einer zweiten Ausbaustufe des "keltischen Erlebnisparks" werden zudem Wohnungs- und Wirtschaftsgebäude, Gruben- und Webhäuser, eine Schmiede, eine Töpferei, ein Backofen, ein Brunnen, ein Hügelgrab und die Umzäunung errichtet, wobei die laufenden Ausgrabungen und die Ergebnisse des Institutes für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien einbezogen werden. Diese zweite Ausbaustufe wird rund zehn Millionen Schilling kosten. Auch wird ein regionalpolitisches Entwicklungsprojekt mit dem Titel "Grenzland Keltenregion - Wo Geschichte erlebbar wird" erarbeitet. Schon jetzt ist der Bereich mit dem zum Teil ergrabenen Befestigungswall, der Schau von Fundstücken und dem Kultur- und Naturwanderweg mit seinen Ausblicken - vor allem zum Plattensee, zum Geschriebenstein, zum Schneeberg und zur Rax -für rund 2.000 Besucher pro Jahr das Ziel einer Wanderung in die Urgeschichte der Region.

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