Fischer-Deponie: Grabungen werden in Kürze beginnen

Bohrgerät mit 1,5 Meter Durchmesser wird eingesetzt

St.Pölten (NLK) - Die Einrichtung der Baustelle läuft bereits, und in wenigen Tagen werden die Arbeiten in der Fischer-Deponie in Theresienfeld im Bezirk Wiener Neustadt beginnen. Vor allem werden im Ostteil der Deponie Grabungen erfolgen, die gezielt aufklären sollen, welche Abfälle konkret enthalten und welche Fässer, Inhalte und Lager vorhanden sind. Die Grabungen in der rund 900.000 Tonnen fassenden Altlast sind sehr sensibel, weil bewußt nach Fässern gesucht und dabei der gesamte Deponiekörper "durchbohrt" werden muß. Mit speziellen Geräten, die auch Faßbergungen möglich machen, werden die Untersuchungen vorangetrieben. Besonders bemerkenswert ist der Einsatz eines bereits gelieferten Bohrgerätes mit einem Durchmesser von ungefähr 1,5 Metern, eines Gerätes, das selbst im europäischen Raum nicht oft vorkommt. Mit diesem "Spezial"-Bohrgerät (Gesamtgewicht 110 Tonnen), zu dessen Bedienung drei bis fünf Mann notwendig sind, hofft man, die Bergung von kompletten Fässern beschleunigen zu können. Für jedes Bohrloch muß diese Maschine einen halben oder einen ganzen Tag "verlagert" werden.

Die chemischen Untersuchungen werden von einem Zivilingenieur vorgenommen. Zudem überwachen ein Zivilingenieur und Amtssachverständige des Amtes der NÖ Landesregierung die laufenden Arbeiten. Die Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt als zuständige Exekutionsbehörde, die im Dezember 1998 mit der Vorbereitung der Totalräumung der Fischer-Deponie als Verwaltungsvollstreckungsverfahren betraut wurde, hat bekanntlich mit der Übernahme der bereits bis 1994 eingesetzten, erfahrenen Fachfirmen erreicht, daß jetzt beschleunigt vorgegangen wird. Diese Vorbereitung läßt erwarten, daß in spätestens drei bis vier Monaten das Rätsel gelöst ist, was sich in der Fischer-Deponie befindet. Dennoch werden die Vorbereitungen der Räumung der Deponie noch mindestens sieben Monate brauchen, zumal die rechtlichen Grenzen des Verwaltungsvollstreckungsverfahrens - mit Frist und Nachfrist - zu beachten sind. Ziel ist es, bis Ende 1999 die Vorbereitungen der Räumung abzuschließen. Bis Ende 2002 soll die Fischer-Deponie geräumt sein. Der Abtransport des Mülls zu Deponien im gesamten Bundesgebiet und zur Sonderabfall-Behandlung in Wien soll über die Straßenverbindung "Nordspange" geschehen, die im Spätherbst 1999 fertiggestellt ist, wenn nicht die Bahn in Frage kommt. Anrainer werden aber dadurch nicht belästigt.

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