Tuberkulose-Bekämpfung: 138 an offener TBC erkrankt

Beratung, Betreuung und Hilfe dringend notwendig

St.Pölten (NLK) - In Niederösterreich wurden 1998 53.324 Landesbürgerinnen und Landesbürger auf Tuberkulose untersucht. Und bei immerhin 233 Untersuchten wurden die Ärzte fündig: 138 litten sogar an offener TBC, waren also unmittelbar ansteckend, die Betroffenen und ihre Angehörigen wußten aber nichts von der Erkrankung. Diese Zahlen beweisen, wie wichtig die Vorsorgeuntersuchungen nach wie vor sind und wie notwendig es ist, wenn so die Möglichkeit besteht, bisher unbekannte TBC-Fälle aufzudecken.

Besonders wichtig war neben den 20 Stellen in Niederösterreich, wo auf Tuberkulose mit dosissparenden Bildverstärker-Anlagen - also Röntgengeräten - untersucht wurde, auch der "Zug". Genauer gesagt, der Röntgenzug, der als Sattelaufleger im ganzen Land eingesetzt wird und seit 1992 als Großbild-Verstärkeranlage die Strahlenbelastung auf ein Zehntel des bis dahin üblichen Aufwandes reduzierte. Schon 1953 wurde vom Land Niederösterreich eine transportable Röntgenschirm-Bildanlage angekauft. 1960 konnte diese Anlage in einen Gelenkautobus eingebaut werden, um dann durch die Großbild-Verstärkeranlage abgelöst zu werden. 1998 wurden in ganz Niederösterreich im Röntgenzug 17.368 Aufnahmen gemacht, also ungefähr ein Drittel der Untersuchungen.

Bei der Überwachung leistet der Röntgenzug des Landes Niederösterreich wertvolle Hilfe. So wird der Röntgenzug in Pensionistenheimen eingesetzt. Dort können die Untersuchungen unkompliziert durchgeführt werden, zumal ein Teil der Patienten gebrechlich ist. Aber auch die Untersuchung von Personen in Lagern und Flüchtlingsheimen gehört hierher.

Die Beratung und Betreuung von Erkrankten, Krankheitsverdächtigen und Risikopersonen erfolgt natürlich durch Fachärzte und eingeschulte TBC-Fürsorger/Innen. Genaue Kenntnisse über die tuberkulösen Erkrankungen und über die Wirkungen von Medikamenten, aber auch über ihre Nebenerscheinungen sind wichtige Voraussetzungen für den Heilungsprozeß.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312

Niederösterreichische Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK