KfV: JA zu lückenlosen Unfall-Analysen !

Unfalldatenbank UNDAT steht "Gewehr bei Fuß" - Unfallforschung erfordert auch Sachschadendaten zur effektiven Sanierung von Unfallbereichen - Bereitstellung von Sonderbudgets für rasche Beseitigung von Unfallhäufungsstellen kann Leben retten! -Vorwoche: 7 Pkw-Lenker und 2 Fußgänger getötet

Wien (OTS) - Optimierte Sanierung von Unfallhäufungsstellen durch umfassende Information über Unfallursachen: Das Kuratorium für Verkehrssicherheit begrüßt das geplante neue Bundesgesetz über die statistische Erfassung von Straßenverkehrsunfällen - demnach sollten Daten von Sach- und Personenschäden wieder laufend zentral gespeichert werden.

Über 5.000 Unfälle mit Personenschaden könnten jährlich verhindert werden - durch Entschärfung risikoreicher Stellen und Strecken im Straßenverlauf, etwa mittels Tempobeschränkungen, Straßenraumgestaltung oder Verkehrsverlagerung. Voraussetzung für diese Maßnahmen ist jedoch eine lückenlose und zentrale Erfassung der Daten des gesamten Unfallgeschehens. Diese EDV-mäßige Aufbereitung der Sachschadenunfälle wird in Österreich jedoch seit 1995 nicht mehr durchgeführt.

Fast ein Viertel der schweren Unfälle der letzten Jahre ereigneten sich an Unfallhäufungsstellen - diese Gefahrenquellen im Verkehrssystem müssen aufgefunden, analysiert und entschärft werden. Ein Vorher-Nachher-Vergleich bringt die wichtige Effizienzkontrolle.

Die Unfalldatenbank des KfV - UNDAT - bietet dabei schon jetzt mit detaillierter Erfassung und Bearbeitung von Unfallhäufungsstellen alle Möglichkeiten für eine anschließende Sanierung. Die dafür nötigen bundesweiten Basisdaten in puncto Sachschadenunfälle stehen jedoch seit mittlerweile vier Jahren nicht mehr zur Verfügung.

Ein weiteres Defizit: Die Realisierung der Sanierungsmaßnahmen dauert oft Jahre, da für kurzfristige Umsetzungen zumeist keine Sonderbudgets vorhanden sind. Das bedeutet: Gefährdung oder gar Verlust weiterer Menschenleben und das Risiko unnötiger volkswirtschaftlicher Kosten. Stichwort "Wirtschaftlichkeit": Der finanzielle Aufwand für die Sanierung von Unfallhäufungsstellen ist in den meisten Fällen wesentlich geringer als die ohne Sanierung weiterhin entstehenden Unfallfolgekosten, vom unbezahlbaren Wert des menschlichen Lebens ganz zu schweigen.

Das KfV schlägt daher vor:

*die raschestmögliche Realisierung des geplanten Gesetzes zur zentralen Datenerfassung bei Personen- und Sachschadenunfällen
*die Bereitstellung von Sonderbudgets zur kurzfristigen
Sanierung von Unfallhäufungsstellen
*die Nutzung der bereits vorhandenen Unfalldatenbank

Die Verkehrstoten der Woche vom 1. bis 7.2.1999:

In der Vorwoche kamen auf Österreichs Straßen 9 Menschen ums Leben -davon 7 Pkw-Lenker und 2 Fußgänger. Unfallursache Nummer 1 war wieder nichtangepaßte Geschwindigkeit (3), eine Geisterfahrt und ein Drogenmißbrauch zählen zu den übrigen Unfallursachen. Bei den beiden Fußgängerunfällen der letzten Woche lag das Fehlverhalten auf Seite der Schwächeren. Alkohol am Steuer war einmal mit im Spiel, drei der tödlich verletzten Fahrzeuglenker waren nicht angeschnallt.

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