LIF-Pöschl: Nonstop-Expreßzug zwischen Flughafen und Wien!

Nach anfänglicher Einigkeit - S7-Ausbaupläne werfen Fragen auf

Wien (OTS) Der Ausbau der Flughafenschnellbahn (S7) ist seit längerem beschlossen. Seit kurzem sind die diesbezüglichen Detailplanungen für das Wiener Stadtgebiet bekannt. "Die Ausbaupläne werfen einige Fragen auf, die noch vor der Realisierung des Projektes geklärt werden müssen", sagte dazu heute Hanno Pöschl, Verkehrssprecher des Wiener Liberalen Forums.

Kaum ein Bahnprojekt der vergangenen Jahre hat derart breite Zustimmung gefunden wie der Ausbau der S7. Man war sich über die Fraktionen hinweg betreffend Fahrzeitverkürzung und Frequenzverdichtung einig.

"Jetzt sieht allerdings manches anders aus", stellte der Verkehrssprecher der Wiener Liberalen fest. Er bezog sich damit konkret auf drei Punkte:
1. Die ÖBB wollen nicht das gesamte Fahrgastpotential (rund 40.000 Flugpassagiere bzw. Beschäftigte des Wiener Flughafens pro Tag) ausschöpfen, sondern nur die mehr als 10.000 Beschäftigten des Flughafens Wien zum Umsteigen auf die Bahn bewegen.
2. Die Stationen Zentralfriedhof und Zentralfriedhof-Kledering sollen geschlossen werden.
3. Die Anschaffung von neuem Wagenmaterial ist noch keineswegs gesichert.

"Es ist mir unbegreiflich, wieso 30.000 mögliche Fahrgäste pro Tag einfach ignoriert werden", sagte Pöschl. Er schlug vor, zusätzlich zum geplanten 15-Minuten-Takt auf der gesamten Schnellbahnlinie einen Nonstop-Expreßzug vom Flughafen zum Bahnhof Wien Mitte und Wien Nord zu führen. Fluggäste aber auch Beschäftigte des Flughafens könnten so rund um die Uhr rasch und bequem reisen.

Die geplante Schließung der Stationen Zentralfriedhof und Zentralfriedhof-Kledering stehe in krassem Widerspruch zum Ziel der Stadt Wien, den öffentlichen Verkehr auszubauen. "Gut ein Drittel der am Zentralverschiebebahnhof Beschäftigten ebenso wie tausende Zentralfriedhofsbesucher benutzen täglich die Schnellbahn. Sie wären von einer Schließung der Stationen unmittelbar betroffen", so der liberale Verkehrssprecher. Sein Vorschlag, um eine Verschlechterung des Angebots zu verhindern: die beiden Stationen zu einer Station "Zentralfriedhof" zusammenzufassen.

Schließlich forderte Pöschl, daß sicherzustellen sei, daß neues Wagenmaterial auf der zukünftigen Bahnstrecke verkehren werde. Zur Verbesserung der Verkehrsaufteilung zwischen öffentlichem und Individualverkehr sei neues Wagenmaterial ebenso notwendig wie kürzere Fahrzeiten und dichtere Frequenzen. "Um eine verbesserte Verkehrsaufteilung und damit eine Angleichung an europäisches Niveau (vgl. München, Frankfurt, Zürich) auch tatsächlich zu erreichen, müssen diese Fragen baldigst geklärt werden", so Pöschl abschließend.

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