Grasberger: Zunehmende Kosten für dünn besiedelte Regionen durch Wegerhaltung

Regionalverband NÖ-Süd soll Ziel 2-Fördergebiet werden

Niederösterreich, 7.2.99 (NÖI) Besorgt äußert sich Bundesrat Ing. Walter Grasberger zur zunehmenden Kostenbelastung beim Bau
und bei der Erhaltung von Straßen und Wegen in dünnbesiedelten Regionen Niederösterreichs. "Immer weniger Menschen bewohnen ganzjährig entlegene Katastralgemeinden, müssen aber den Großteil der finanziellen Last zur Erhaltung ihrer Zufahrt zur Wohnstätte tragen. Gerade über die Wintermonate sind durch hohe Schneeräumkosten Menschen in Einschichtlage besonders betroffen."****

Im Bezirk Lilienfeld, dem dünnbesiedelsten Niederösterreichs, tritt diese Belastung deutlich zu Tage. Waren es 1971 noch knapp 29.000 Einwohner, sind es laut Volkszählung 1991 nur mehr 27.000. Das zu erhaltende Wegenetz wird aber von Jahr zu Jahr mehr. Als Beispiel zeigt der VP-Mandatar die Situation in der einwohnerstärksten Gemeinde des Bezirkes, St. Veit/Gölsen, auf. Ein 83-km-Wegenetz muß überwiegend instand gehalten werden. Nur 30 km davon sind asphaltiert. 53 km stehen also noch zum Ausbau an,
die bei 2 Millionen Schilling Baukosten je km Asphaltzufahrt einen überdimensionalen Finanzierungsbedarf für die betroffenen Bewohner darstellen.

Grasberger, seit 1.1.99 auch Obmann des EU-Reginalverband-NÖ Süd, fordert in diesem Zusammenhang erneut die Einbeziehung der Südregion Niederösterreichs ins neue Ziel 2 Fördergebiet im Rahmen der Agenda 2000. Nur so kann der enorme Finanzierungsbedarf für Infrastrukturmaßnahmen in dünn besiedelten Regionen gedeckt werden, schließt der VP Mandatar.
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