LR Bauer: Novellierung des Flurverfassungs-Grundsatzgesetzes

Einbindung des Naturschutzes in landschafts- und flurverändernde Verfahren

St. Pölten, (SPI) - "Die bevorstehende Novellierung des Flurverfassungsrechtes durch den Nationalrat stellt eine wichtige Weichenstellung in Richtung Verankerung der Umweltverträglichkeit und der Ökologie in bodenreformatorischen Maßnahmen dar. Für die Landwirtschaft soll bei künftigen Zusammenlegungen oder Teilungen landwirtschaftlich genutzter Flächen durch eine Deregulierung und eine Verwaltungsvereinfachung eine wirkliche Entlastung erreicht werden. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu betonen, daß eine Einbindung des Naturschutzes in derartige Verfahren eine unabdingbare Notwendigkeit darstellt, wenn man den Natur- und Umweltschutzgedanken wirklich ernst nehmen will", stellt Naturschutz-Landesrat Dr. Hannes Bauer heute fest.****

Eine derartige Einbindung könnte sowohl über das Naturschutzgesetz selbst, aber auch im Rahmen des neuen Flurverfassungsgesetzes, das in NÖ zu erarbeiten ist, erfolgen. Veränderungen der Landschaft bzw. großangelegte Flurbereinigungen stellen maßgebliche und einschneidende Eingriffe in die Natur dar. Nicht nur betreffend Fauna und Flora sind die Auswirkungen beträchtlich, auch Fragen des Mikroklimas, der Bodenerosion und des Wasserhaushaltes müssen in diesem Zusammenhang beachtet werden. "Ich denke, daß niemand dem Naturschutz in diesen Belangen die große Bedeutung für Lebensqualität und Landentwicklung absprechen wird. Deshalb ist eine Berücksichtigung des Naturschutzes und damit verbunden die Klärung einer entsprechenden Mitwirkung in Sachen Flurbereinigung und Flurverfassungsgesetz von besonderer Wichtigkeit", so Landesrat Bauer.
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