Das Baugewerbe ist keine Schmarotzerbranche!

Zur Senkung der Winterarbeitslosigkeit größere Flexibilität bei Jahresarbeitszeitmodellen durch Betriebsräte notwendig

Wien (PWK) - Im Jänner 1999 ist die Zahl der Arbeitslosen im Bauhauptgewerbe auf fast 61.000 gestiegen. Das sind um 2.000 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. ****

In diesem Zusammenhang kritisiert die Bundesinnung der Baugewerbe, daß eine Verlängerung der Beschäftigung im Jänner bis um zwei Wochen möglich wäre, wenn die Betriebsräte nicht die Umsetzung von geeigneten Jahresarbeitszeitmodellen blockieren würden. Im Sinne der bestehenden Vereinbarungen mit der Gewerkschaft Bau-Holz sei es daher notwendig, Nachjustierungen im Bereich der Ganzjahresarbeitszeit vorzunehmen.

Der Vorschlag von Sozialministerin Hostasch, die Betriebe sollten im Winter zumindest auf Kurzarbeit übergehen, löst bei der Bundesinnung der Baugewerbe insofern Verwunderung aus, als sich im Zuge der Verhandlungen um ein Jahresarbeitszeitmodell sowohl Ministerium als auch die Arbeitnehmervertreter gegen die Schaffung der gesetzlichen und kollektivvertraglichen Voraussetzungen ausgesprochen haben.

Außerdem verwehrt sich die Bundesinnung der Baugewerbe, daß die Bauwirtschaft immer wieder quasi als "Schmarotzerbranche" hingestellt werde, obwohl das Bauhauptgewerbe im Bereich der Arbeitslosenversicherung alles in allem nahezu ausgeglichen bilanziere. Zudem werden die Kosten für die Bezahlung der Winterfeiertage von arbeitslosen Bauarbeitern von den Bauunternehmen durch eine Umlage selbst finanziert.

Hinsichtlich der Einrichtung von Arbeitsstiftungen bzw. Fonds zur Umschulung von arbeitslosen Bauarbeitern ist die Bundesinnung der Ansicht, daß der ohnehin angeschlagenen Branche nicht auch noch Kosten für die Umschulung von Arbeitskräften zugunsten anderer Branchen aufgebürdet werden können.

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Mag. Manfred Katzenschlager

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