Familienbund startet "Familien-Volksbegehren"

Wien (OTS - "Einerseits verzeichnen wir in Österreich über zehn Prozent weniger Geburten in den letzten zwei Jahren, andererseits wünschen sich junge Familien mehr als zwei Kinder! Mit dem Familien-Volksbegehren wollen die rund 8.000 UnterstützerInnen des Volksbegehrens Rahmenbedingungen einfordern, die es ermöglichen, daß die Lebensziele der österreichischen Familien verwirklicht werden können" erklärt Mag. Otto Gumpinger, Präsident des Österreichischen Familienbundes, die Motivation zur Einleitung eines Volksbegehrens von Familien für Familien.

Die zentrale Forderung des Volksbegehrens ist die sofortige Einführung eines Karenzgeldes für alle Eltern, unabhängig von deren vorher-gegangenen Erwerbsstatus. Schülerinnen, Studentinnen und Frauen, die sich der Familienarbeit widmen, erhalten derzeit überhaupt kein Karenzgeld. Bäuerinnen und Selbständige eine Zahlung nur in der halben Höhe. Viele Frauen, die bei ihrem ersten Kind einen Karenzgeld-Anspruch haben, verlieren diesen bei der Geburt des zweiten Kindes, weil sie nicht die erforderlichen Versicherungszeiten nachweisen können.

Allen Umfragen zufolge wünschen sich die Mehrheit junger Eltern konkrete Maßnahmen um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können. Besonders werden mehr teilzeit-Arbeitsplätze und bedarfsgerechte Kinderbetreuungsangebote erwartet. Der Familienbund fordert Anreize für jene Betriebe, die ihr Teilzeitangebot ausbauen. Im Bereich der Kinder-betreuung geht es dem Familienbund vor allem um kind- und bedarfsgerechte Angebote.

Im Familien-Volksbegehren wird weiters ein verbesserter Schutz unserer Kinder und Jugendlichen vor der Gewalt in den Medien gefordert. Im Sinne des Konsumentenschutzes sollen Sekten und sektenähnliche Anbieter in Zukunft Auskunft über ihre Ziele, Arbeitsweise und ihre finanzielle Gebarung geben müssen.

Die Schülerfreifahrt soll künftig auch jenen Schülern und Lehrlingen gewährt werden, die in Internaten wohnen und nur am Wochenende nach Hause fahren. Für Zahnspangen, die das Budget einer normalen Familie überfordern, soll eine volle Kostenübernahme durch die Kranken-versicherungsträger erfolgen.

Für die Sicherung des familienpolitischen Handlungsspielraumes muß der Familienlastenausgleichsfonds vor Zugriffen geschützt werden! Die Einnahmen und auch die Mittel des FLAF dürfen nicht geschmälert werden und sollen ausschließlich den Familien zugute kommen.

Fahrplan des Familien-Volksbegehrens

Ab sofort wird der Familienbund österreichweit Unterstützungs-erklärungen sammeln. Unterstützer müssen dabei auf einem Formular vor einem Gemeindebeamten ihrer Wohnsitzgemeinde unterschreiben. Die Formulare sind ab nächster Woche (ab dem 10. Februar 1999) auf den Gemeindeämtern und beim Familienbund (Generalsekretariat, 3100 St. Pölten, Maria Theresia Str. 12, Tel. 02742/77302) erhältlich. Informationen und der Text des Volksbegehrens finden sich auch im
Internet:http://www.familienbund.at.

Bis Anfang März werden die notwendigen 7.795 Unterstützungs-erklärungen gesammelt. Danach wird beim Innenministerium der Einleitungsantrag gestellt werden. Der Innenminister hat drei Wochen Zeit, die Eintragungswoche festzusetzen. Der Familienbund strebt Mitte September 1999 an.

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