SPNÖ-Verkehrssprecher Hans Muzik zur AK-Studie Ost-Lkw

LKW-Verkehrslawine überrollt Ostösterreich - wichtige Verkehrsinfrastrukturvorhaben müssen rasch in Angriff genommen werden

St. Pölten, (SPI) - "Die Mitte dieser Woche veröffentlichte Studie der AK Wien zur Verkehrssitiuation in Ostösterreich ist eine weitere Bestätigung unserer Befürchtungen: Ostösterreich ist mittlerweile zu einer Transitregion erster Güte - vergleichbar mit Regionen in Tirol und Vorarlberg - geworden. Alltäglich Staus auf den völlig überlasteten Transitrouten, ein Berufsverkehr, der - wenn überhaupt -nur mehr im Schritttempo vorankommt und eine Unfallstatistik, in welcher Unfälle mit Lkw-Beteiligung die klare Mehrheit stellen. Ohne rasche Gegenmaßnahmen droht die Situation weiter zu eskalieren", stellt der Verkehrssprecher der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Hans Muzik, heute fest.****

Umso mehr verwundert es, daß sich die Volkspartei im Bund mit solcher Vehemenz gegen den Schienausbauplan von Verkehrsminister Einem stellt, zumal auch die AK-Experten nur in einer massiven Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene eine mittelfristige Verbesserung der aktuellen Verkehrshölle sehen. Weiters zeigt es sich, daß die Kritik an Wirtschaftsminister Farnleitner betreffend der Verzögerungen bei der Einführung des Lkw-Road-Pricings mehr als berechtigt ist. Der neue Einführungstermin 2002 - ursprünglich 1998 -prolongiert nur die Verkehrsflut auf den Ost-Transitrouten, Milliarden Schilling an Einnahmen sind der Republik entgangen, die für den Ausbau des hochrangigen Straßennetzes, aber auch für Entlastungsmaßnahmen für die verkehrsgeplagten Anrainer der Transitrouten hätten verwendet werden können.

"Vieles dauert hier einfach viel zu lange und die vom Schwerverkehr geplagte Bevölkerung muß die Zeche einer "Verkehrsliberalisierung" zahlen, die keinerlei Rücksicht auf die Umwelt und die Lebensqualität der Menschen nimmt. Vor allem die Zahl der Lkw, die täglich die Grenzen Niederösterreichs überfahren, steigt jährlich massiv an. Weiters muß endlich auf die notwendigen Ausbaumaßnahmen im überregionalen Straßennetz gedrängt werden, wo in Niederösterreich ein großer Nachholbedarf festzustellen ist. Dazu gehören insbesondere der Ausbau der West- und der Südautobahn, die Realisierung der B 301, der Wiener Nord-Ost-Umfahrung, die sechste Donauquerung östlich von Wien, die neue Donaubrücke von Traismauer sowie ganz wichtig die Nordautobahn. Hier muß sich der verantwortliche Landesverkehrsreferent Erwin Pröll endlich auf die Füße stellen, um für Niederösterreich zumindest die gleichen Prioritäten für hochrangige Straßenausbaumaßnahmen zu erhalten, wie diese in den Transitregionen im Westen Österreichs schon längst üblich sind", so Muzik abschließend.
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