Milliardendebakel beim österreichischen Bundesheer

Die neuen Kampfpanzer des Bundesheeres sind nicht einsatzfähig, weil Ersatzteile fehlen. Gleichzeitig stiegen die Mehrkosten um 5 Milliarden Schilling - Vorausmeldung zu NEWS Nr. 5 vom 4.2.1999

Wien (OTS) - Ein Teil jener 114 gebrauchten Kampfpanzer des Typs Leopard - die vom Bundesheer vor zwei Jahren von der holländischen Armee angekauft wurden, sind nicht einsatzbereit, weil wichtige Ersatzteile fehlen.

In jenem Paket, das das Bundesheer um insgesamt fünf Milliarden Schilling erworben hat, sind zwar auch Ersatzteile enthalten, allerdings fehlen Verschleißteile, wie Ketten und Hydraulikelemente.

Inzwischen mehren sich Stehschäden, weil die Panzer nicht bewegt werden können. Denn für den Kauf von Ersatzteilen fehlt zum einen das nötige Geld, zum anderen hat der Hersteller, der deutsche Rüstungsriese Krauss-Maffei extrem lange Lieferzeiten.

Ein "Mechpaket" im Umfang von sechs Milliarden sorgt für zusätzliche Schwierigkeiten: Neben 114 gebrauchten Leopard-Panzern um 2,3 Milliarden und 87 Jagdpanzern des Typs Leopard, sollten für 110 Ulan-Kampfschützen- und 200 Pandur-Schützenpanzer vier Milliarden an den damals noch staatlichen Steyr-Konzern fließen.

In nur zwei Jahren sind die Kosten für das "Mechpaket" inzwischen auf 11 Milliarden Schilling explodiert. Alleine die Preise von Leopard und Jaguar haben sich auf fünf Milliarden verdoppelt, für die Steyr-Fahrzeuge werden inzwischen sechs Milliarden veranschlagt. Für weitere Aufregung sorgt jetzt, daß die heimischen Steyr-Fahrzeuge bis heute noch nicht bestellt wurden.

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