ORF-Report/Millionenabfertigung des Landes NÖ an Tierquäler Günter Pfeiffer

Offener Brief an LH von NÖ Dr. Erwin Pröll

Wien (OTS) - Sehr geehrter Herr Landeshauptmann,

nach dem gestrigen Bericht im ORF-Report über die Nerz-"Farm" des Herrn Günter Pfeiffer aus Heidenreichstein, die ja dank unserer Aktionen und Ihrer darauffolgenden Gesetzes-Initiativen vor 2 Monaten endgültig geschlossen wurde, bin ich nun neuerlich erschüttert, wie mit unseren Steuergeldern umgegangen wird. Hier wurde ein Herr, der über Jahrzehnte ohne entsprechende behördliche Genehmigung zigtausende unschuldige Tiere vorsätzlich gequält und grausam zu Tode gebracht hat, nun mit öffentlichen Geldern in Höhe von 4,7 Millionen öS (!) dafür "belohnt", daß er sich endlich an gesetzliche Auflagen hält.

Das Unfaßbare daran ist aber jetzt, daß dieser Herr - wie das "Report"-Team nachweisen konnte - dieses österr. Steuergeld nun dafür verwendet hat, sich nur 20 km nördlich der Grenze eine weitere Nerzfarm mit noch schlimmeren Zuständen aufzubauen und seine tausendfachen Tierquälereien dort einfach fortzusetzen. Und offensichtlich haben die Behörden, allen voran der zuständige Landesrat Bauer - wenn auch nicht offiziell, so offensichtlich gerüchteweise -, davon gewußt.

Mir ist zwar klar, daß Sie nun keinen legistischen Einfluß mehr auf die fortgesetzten Tierquälereien des Herrn Pfeiffer im Nachbarland haben. Sehr wohl könnten Sie aber der Empörung tausender ÖsterreicherInnen Rechnung tragen, daß mit unseren Steuergeldern ein jahrelanger Gesetzesbrecher und professioneller Tierquäler hoch subventioniert wird. Dies lediglich damit zu entschuldigen, daß man nicht die berufliche Existenz dieses Mannes gefährden wolle, klingt angesichts hunderttausender Arbeitsloser, die im Zuge von Umstrukturierungen und "Globalisierung" großteils unschuldig ihren Job verloren haben, etwas grotesk: warum treten Sie nicht dafür ein, auch all jenen Personen ihren Arbeitsplatzverlust mit 4,7 Millionen zu "versüßen"?

Ich fordere Sie daher, Herr Landeshauptmann, im Namen vieler aufgebrachter Tierfreunde aus ganz Österreich dazu auf, die S 4,7 Millionen an Steuergeldern, die Sie Herrn Pfeiffer bereits ausgezahlt bzw. zugesichert haben, angesichts der neu aufgedeckten und evidenten Sachlage wieder zurückzufordern und dieses Geld zweckgebunden echten Tierschutzprojekten - wie z.B. "Tierschutz im Unterricht" - zukommen zu lassen.

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