Ärztekammerwahlen erfordern Offenlegung des Verhaltens gegenüber Patienten

Lange Wartezeiten und Mangel an Fachärzten müssen ein Ende haben

St. Pölten (OTS) - Die Ärztekammerwahlen in Niederösterreich am 20. März 1999 sorgen für Turbulenzen. AK-Vizepräsident LAbg. Alfred Dirnberger (ÖAAB): "Dies wird eine Richtungswahl, ob wie bisher in der Ärztekammer nur die Standessonderinteressen oder auch die Sorgen der Patienten zum Zuge kommen". Dirnberger bezieht sich dabei auf die jüngsten Enthüllungen über die zweifelhaften Vergabepraktiken von Facharztstellen durch die Ärztekammer. Insbesonders verwirft er dabei die Rechtfertigungsversuche von Ärztekammer-Vizepräsident Prim. Robert Fischer: "Sein Vergleich - die Rauchfangkehrer machen es genauso - kann die dubiosen Vergabepraktiken von Facharztstellen, das Fehlverhalten der Ärztekammer gegenüber jungen Ärzten ohne väterlichen Beistand, nie und niemals rechtfertigen."

Wahlwerbende Gruppen haben die Chance einer öffentlichen Distanzierung

Dirnberger: "Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, zu erfahren, wie die wahlwerbenden Gruppen bei den Ärztekammerwahlen zu den Patienten und den Jungärzten stehen". Die Einnahme von klaren Positionen der Kandidaten sei für die Patienten, die die Folgen der künstlichen Verknappung von Facharztplanstellen zu tragen haben, ein Gebot der Fairness, erklärte Dirnberger. Der NÖ-AAB habe bereits seit 1992 mit der Kampagne "Wir kurieren den Ärztemangel" die Probleme öffentlich aufgezeigt, die Ärztekammerwahlen sind nun erneut eine Chance, die Dinge im Sinne der Patienten zum Besseren zu wenden, kündigt Dirnberger weitere Schritte an.

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