Muzik: Niederösterreich und ÖBB - ein gespaltenes Verhältnis

Pröll, Strasser und ÖBB-Personenverkehrsdirektor Stindl lenken von der wahren Verantwortlichkeit ab

St. Pölten, (SPI) - Als "peinliche Ablenkungsmanöver der wahren Verantwortlichen" bezeichnet SP-Verkehrssprecher Abg. Hans Muzik Wortmeldungen der NÖVP zum Zustand des öffentlichen Nahverkehrs in Niederösterreich. "Es ist symptomatisch für die ÖVP, daß sie zwar die Verantwortung für die Verkehrspolitik in diesem Lande inne hat, mit LH Erwin Pröll den Landesverkehrsreferenten stellt und mit dem ehemaligen stellvertretenden Leiter der Verkehrsabteilung des Landes NÖ und ehemaligen Verkehrsberater von LH Erwin Pröll, Dr. Gerhard Stindl, sogar den nunmehrigen ÖBB-Personenverkehrsdirektor stellt, aber diese Verantwortung nicht wahrnimmt und für Niederösterreich nichts weiterbringt", so Abg. Muzik. Sich beispielsweise an den ÖBB im allgemeinen zu reiben ist leicht, denn das lenkt von der Tatsache ab, daß es ein Niederösterreicher und Pröll-Weggefährte ist, der in unserem Land Züge und Bahnen einstellt, die Preise erhöht und die Pendler weiter im Stich läßt.****

Seit Wochen und Monaten weisen die Sozialdemokraten auf die regionalspezifischen Probleme der Pendler im Bereich des öffentlichen Verkehrs hin. Seit dem Start der SP-Verkehrsoffensive im Oktober des Vorjahres verbreitet die ÖVP allerdings nur Beschwichtigungen nach dem Motto: "Ist eh alles in Ordnung!" "Wenn die ÖVP das "verantwortliche Ohr" für Verkehrsfragen finden will, dann braucht sie nur bei ihrem Landeshauptmann und Landesverkehrsreferenten vorstellig werden. Dieser führt die Verhandlungen mit den Verkehrsunternehmen, dieser ist der politische Chef der NÖVOG - der Niederösterreichischen Verkehrsorganisations-Gesellschaft - und dieser sollte sich doch zu seinem ehemaligen Berater, ÖBB-Personenverkehrsdirektor Dr. Gerhard Stindl, eine gewisse Gesprächsbasis behalten haben", so der SP-Verkehrsprecher.

In Wahrheit geht in Verkehrsfragen in Niederösterreich seit Jahren nichts weiter. Überregionale Vereinbarungen zwischen NÖ und Wien für Erleichterungen für die Pendler sind nicht in Sicht. Obwohl einschlägige Verträge von Pröll und der ÖBB abgeschlossen wurden, verfolgen die ÖBB die Einstellung gewisser Nebenbahnen. Vom Einsatz moderner Garnituren oder der Modernisierung der alten Waggons ist auf vielen Strecken nichts zu merken und mehr Komfort und Bequemlichkeit lassen weiter auf sich warten. Die massiven Tariferhöhungen tragen nicht unbedingt dazu bei, die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs zu heben und über die Forderung einer Tarifvereinheitlichung mit einer einhergehenden Verbilligung hüllen sich die NÖVOG- und ÖBB-Verantwortlichen weiter in Schweigen.

Dafür werden Züge eingestellt und die Fahrpreise für jene - die Pendler - massivst erhöht, die sich nur schwer wehren können. "Der zuständige Landesverkehrsreferent Erwin Pröll und auch der verantwortliche ÖBB-Personenverkehrsdirektor Dr. Gerhard Stindl sollten sich weitere Ablenkungsmanöver ersparen und sich endlich an die Arbeit machen. Sonst bleibt die aktuelle mißliche und inakzeptable Situation für Jahre prolongiert", so der SP-Verkehrssprecher abschließend.
(Schluß) fa

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200/2794

Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/SPI