Krammer: Flexibilisierung der Arbeitszeit bedingt Flexibilisierung der Kinderbetreuung

Kiddy-Clubs für Zwei- bis Dreijährige als Ergänzung zum Tagesmütterdienst

St. Pölten, (SPI) – "Die Flexibilisierung der Wirtschaft und damit verbunden die erhöhten Ansprüche an das Beschäftigungsverhältnis und an die Arbeitszeit bedingen auch eine weitere Verbesserung im Rahmen des Angebotes von Kinderbetreuungseinrichtungen. Viele
Frauen sind an ihrer Berufsausübung nur deshalb gehindert, weil es in ihrer unmittelbaren Umgebung nicht die entsprechende Betreuungseinrichtung gibt oder die Angebote, beispielsweise eine ausreichende Anzahl von Tagesmütter oder -väter, nicht im nachgefragten Umfang vorhanden sind", stellt SP-
Landtagsabgeordnete Christine Krammer heute fest. Die im Rahmen
der Familienoffensive der NÖ Sozialdemokraten gestarteten Initiativen zielen auf die Beseitigung dieser Mankos ab.****

Derzeit ist der Kindergartenbesuch zwischen 7.00 und 13.00 Uhr kostenlos. Für die Nachmittagsbetreuung zwischen 13.00 und 16.00 Uhr ist ein sozial gestaffelter maximaler Kostenbeitrag in der
Höhe von S 1.000,-- vorgesehen, wobei ab 16.00 Uhr ein höchstens kostendeckender Beitrag festzulegen ist. "Diese Regelung trägt den Wünschen der Eltern allerdings nur insofern Rechnung, als Kinder von Berufstätigen, die bis maximal 16.00 Uhr ihrer Beschäftigung nachgehen, erfaßt sind. Der Großteil der Beschäftigten muß aber bis mindestens 18.00 Uhr und länger arbeiten”, sieht Abg. Krammer Anpassungsbedarf. Daher wäre es im Sinne einer gerechten und
sozial ausgewogenen Familienpolitik wünschenswert, die derzeitige Nachmittagsbetreuung bei gleichbleibendem Kostenbeitrag von
maximal S 1.000,-- bis 18.00 Uhr auszudehnen. Gleichzeitig ist die soziale Staffelung des Elternbeitrages beizubehalten. Die SPÖ fordert deshalb die Änderung dieser Bestimmungen, um der geforderten Flexibilität am Arbeitsmarkt und daher auch in der Kinderbetreuung Rechnung zu tragen.

Weiters sieht die SPÖ einen besonderen Bedarf bei der Schaffung
von Kinderbetreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahre. "Um eine optimale Betreuung sicherzustellen sollen in den Kindergärten sogenannte "Kiddy-Clubs” für Zwei- bis Dreijährige eingerichtet werden. Parallel dazu muß gewährleistet sein, daß die privaten und kommunalen Betreuungseinrichtungen für Unter-Dreijährige durch das Land mit den Kindergärten finanziell gleichgestellt werden. Die Kinderhöchstzahl pro Gruppe sollte aus pädagogischen Gründen mit maximal fünfzehn Kindern limitiert sein", so Abg. Christine
Krammer abschließend.
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