Die finanzielle Lage der NÖ Gemeinden im Jahr 1997

Kommunen verläßlicher und starker Partner der Wirtschaft

St.Pölten (NLK) - Das Investitionsvolumen der niederösterreichischen Gemeinden mit rund 11,6 Milliarden Schilling im Jahr 1997 zeige wieder einmal mehr, daß die Kommunen ein verläßlicher und starker Partner der heimischen Wirtschaft sind. Dieses Leistungsvolumen müsse aber auch in den nächsten Jahren erhalten und ausgebaut werden, zog Landeshauptmannstellvertreter Ernst Höger Bilanz im Bericht über die finanzielle Lage der Kommunen, der nun vorliegt. Die Einnahmen der niederösterreichischen Gemeinden - besonders bei der Getränke- und Speiseeissteuer und bei der Kommunalsteuer - müßten in voller Höhe erhalten bleiben. Bei anderen gemeindeeigenen Steuern - etwa der Grundsteuer - seien dagegen keine Mehreinnahmen zu erwarten.

Bei den ausgewiesenen Taten handelt es sich um die Soll-Ergebnisse der Rechnungsabschlüsse des Jahres 1997. Die Schwerpunkte des finanziellen Geschehens in den Gemeinden seien zahlenmäßig erfaßt und grafisch dargestellt, berichtete Hof-rat Dr. Robert Schilk, der Leiter der Gruppe Innere Verwaltung.

Das Steueraufkommen der niederösterreichischen Gemeinden betrug 1997 15,312 Milliarden Schilling, das sind um 0,3 Prozent mehr als 1996. Die Grundsteuer trug zu 7,08 Prozent, die Gewerbesteuer zu 1,02 Prozent, die Lohnsummensteuer zu 0,02 Prozent, die Kommunalsteuer zu 21,36 Prozent, die Getränke- und Speiseeissteuer zu 5,56 Prozent, die sonstigen eigenen Steuern zu 2,73 Prozent und die Ertragsanteile zu 62,23 Prozent zum Aufkommen bei. Die Reihung der Bezirke nach dem Verhältnis des Steueraufkommens zum Durchschnitt von 10.390 Schilling pro Einwohner hatte den Magistrat der Stadt St.Pölten mit 16.962 Schilling pro Kopf vorne, gefolgt vom Magistrat der Stadt Krems mit 15.347 Schilling und dem Magistrat Wiener Neustadt mit 14.859 Schilling. An vierter Stelle folgte der Bezirk Mödling mit 13.779 Schilling pro Kopf.

Die Ertragsanteile betrugen 1997 9,529 Milliarden Schilling, das bedeutet 0,1 Prozent Steigerung im Jahr 1997. Von den Gesamtsteuern fließen 33,1 Prozent an Gemeinden über 10.000 Einwohner und 25,9 Prozent an Kommunen von 2.001 bis 5.000 Einwohnern. 18,2 Prozent gingen an Gemeinden von 5.001 bis 10.000 Einwohner und 22,8 Prozent an Kommunen bis 2.000 Einwohner. Aus den Rechnungsabschlüssen ergibt sich ein Gesamtschuldenstand von 35.002,380.000 Schilling.

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