Österreichs Werbeaufwand stieg 1998 um 9,3 Prozent (2)

Karmasin: Im internationalen Vergleich noch immer zu wenig - Werbesteuern bescheren große Wettbewerbsnachteile

Wien (PWK) - "Der Gesamtwerbeaufwand in den klassischen Medien -Print, Plakat, TV, Hörfunk, Direct Mail und Kino - betrug in Österreich 1998 22,18 Mrd Schilling. Dies entspricht einer Zunahme gegenüber 1997 von 9,3 Prozent", zog der Vorsteher des Fachverbands Werbung & Marktkommunikation, Professor Friedrich Karmasin, heute bei einer Pressekonferenz Bilanz. ****

Den Hauptanteil am Werbekuchen hatte 1998 das Medium Print mit 11,82 Mrd Schilling vor TV (4,89 Mrd Schilling), Hörfunk (2,09 Mrd Schilling) und Plakat (1,41 Mrd. Schilling). Der Werbeaufwand Kino betrug 1998 41,77 Mio Schilling. "Um die Bedeutung der Werbebranche insgesamt ermessen zu können, muß man allerdings auch die Kreations-und Produktionsumsätze sowie die Umsätze der Vorlieferanten berücksichtigen. Nach Berechnungen der Wirtschaftsuniversität Wien dreht die gesamte Kommunikationswirtschaft pro Jahr daher ein Vielfaches dieser Zahlen, nämlich zwischen 55 und 60 Mrd Schilling" erklärte Karmasin.

Mit einem Anteil von rund 0,9 am Brutto-Inlandsprodukt hat die Werbung auch 1998 einen nicht unbedeutenden Stellenwert in der österreichischen Wirtschaft eingenommen. International gesehen ist dieser Wert jedoch unterdurchschnittlich. "Grund für die schlechte Stellung der österreichischen Werbung im internationalen Vergleich ist u.a. das österreichische Unikat der Werbesteuern", betonte Karmasin. Vergleicht man den Werbeaufwand Österreichs mit dem in Deutschland oder der Schweiz wird deutlich, daß unter geänderten Rahmenbedingungen - also hauptsächlich durch Abschaffung der Werbesteuern -, ein großes Entwicklungspotential in der österreichischen Werbewirtschaft läge. In Österreich lag der Pro-Kopf-Werbeaufwand 1997 bei rund 2.500 Schilling, in der Schweiz bei etwa 3.400 Schilling und in Deutschland bei 2.800 Schilling.

Karmasin unterstrich die Forderung des Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich, Leopold Maderthaner, die Werbesteuern generell abzuschaffen. "Schon wieder irren neue Varianten zur Besteuerung von Werbung herum, die aber gerade in einer Zeit, in der Bundeskanzler Klima eine Prüfung jedes neuen Gesetzes auf dessen Auswirkungen auf die Beschäftigung prüfen will, nur Fehlvorschläge sein können!"

In Österreich gab es am Stichtag 31.12.1997 insgesamt 12.254 Werbeunternehmen, die als Mitglieder des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Österreich gemeldet waren. Davon sind rund 10.000 aktive Werbeunternehmen, die in der österreichischen Wirtschaft tätig sind. Neben dieser großen Zahl an reinen Werbeunternehmen gibt es zusätzlich eine Unzahl von Gewerbebetrieben wie Dienstleistungsunternehmen oder kleine Selbständige und Künstler (Druckereien, Filmgesellschaften, Tonstudios, Modellagenturen, Service- und Contentprovider usw.), die direkt von der Prosperität der Werbewirtschaft abhängen. Indirekt abhängig ist obendrein die gesamte österreichische Papierindustrie, wies Karmasin hin.

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