Maderthaner fordert Abschaffung der Werbesteuern (1)

"Eine wettbewerbsverzerrende Sonderabgabe, die unseren Wirtschaftsstandort schwächt und Arbeitsplätze gefährdet"

Wien (PWK) - "Die österreichische Form der Werbesteuern ist ein weltweites Unikum, das den Wirtschaftsstandort Österreich schwächt und eine Verlagerung von Betrieben und somit den Verlust von Arbeitsplätzen bedeutet. Für diese wettbewerbsverzerrende Sonderabgabe kommt daher nur die Abschaffung in Frage", forderte der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Leopold Maderthaner, heute, Freitag, in einer Pressekonferenz. "Gerade in Zeiten des verschärften internationalen Wettbewerbs muß es unser aller Anliegen sein, krasse Wettbewerbsnachteile - wie die Werbesteuern - in Österreich raschest möglich zu beseitigen". ****

Der Fachverband für Werbung und Marktkommunikation hat die Forderung der ersatzlosen Streichung der Werbesteuern seit langem aufgestellt, stieß aber bislang auf taube Ohren. Zuletzt forderte der Kammertag der Wirtschaftskammer Österreich im Juni vergangenen Jahres einstimmig die Abschaffung der Werbesteuern. "Nun liegt ein Wunsch der Länder und Gemeinden für eine bundeseinheitliche Regelung vor, bei der sämtliche, auch bisher nicht besteuerte Werbeleistungen wie zB das Direktmarketing, die Werbemittelverteilung und auch die Public Relations zur Kasse gebeten werden sollen. Damit wird das Problem nicht gelöst, sondern die Situation noch verschärft und die Nachteile im EU- und weltweiten Wettbewerb prolongiert", wehrte sich Maderthaner gegen derartige Vorschläge. "Wir haben uns auch hier den EU-Bestimmungen anzupassen".

Die österreichischen Unternehmen sind auf wirksame Werbung angewiesen, speziell wo seit 1. Jänner 1999, mit der Einführung des Euro als Buchgeld, der europäische Binnenmarkt wieder deutlich enger zusammengerückt ist. Werbesteuern schaden der österreichischen Werbewirtschaft, den zahlreichen Branchen, die mit der Werbebranche eng verbunden sind und letztlich auch den privaten Konsumenten, die schließlich diese zusätzlichen Aufwendungen zu zahlen haben.

"Eine Abschaffung der Werbesteuern würde hingegen bedeuten: Wer um dasselbe Geld 10 Prozent mehr werben kann, investiert und schafft damit auch zusätzliche Arbeitsplätze", argumentierte Maderthaner.

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