Hinterholzer: Die zwei Gesichter des Karl Schlögl in der Familienpolitik

SP-Forderungen teilweise unfinanzierbar, teilweise überholt und teilweise pädagogisch falsch

Niederösterreich, 29.1.1999(NÖI) "Offensichtlich weiß der neue sozialdemokratische Parteivorsitzende Karl Schlögl nichts über die Familienpolitik in Niederösterreich. Er wüßte sonst, daß seine 'Hochglanz-Forderungen' teilweise unfinanzierbar, teilweise überholt und teilweise pädagogisch falsch sind. Das ist auf Uninformiertheit zurückzuführen und kann wieder ausgebügelt werden. Viel schlimmer sind aber die zwei Gesichter des Parteivorsitzenden: Was er auf Landesebene fordert, verhindert er auf Bundesebene. Als Beispiel sei hier nur die Anhebung der Familienhilfe genannt", erklärte LAbg. Michaela Hinterholzer. ****

Um das Informationsdefizit des sozialistischen
Parteivorsitzenden zu heben, sei hier einiges erklärt:

1. In NÖ gibt es eine nahezu flächendeckende Kinderbetreuung. Im Jahr 2000 ist diese erreicht. Darüber hinaus ist NÖ bundesweit führend bei Tagesmüttern. Bereits heuer werden wir das 5000ste Kind, das von einer Tagesmutter betreut wird, begrüßen können.

2. Die Betreuung von unter 3jährigen im Kindergarten ist pädagogisch völlig falsch und wurde von zahlreichen Experten als die sicherlich schlechteste Betreuungsform von Kleinstkindern bezeichnet.

3. Die von den Sozialisten geforderte Anhebung der
Familienhilfe auf 6.000 Schilling würde 185 Millionen Schilling zusätzlich pro Jahr kosten.

4. Die Einführung eines "Karenzgeldes für alle" wäre im Gegensatz dazu voll aus dem Familienlastenausgleichsfonds finanzierbar. Es ist absolut nicht einzusehen, daß die Sozialisten Bevölkerungsgruppen wie Selbständige, Bäuerinnen, Hausfrauen oder Studentinnen als "Mütter zweiter Klasse" behandeln. Für die Volkspartei sind alle Mütter gleich viel wert.

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