Gewerbeverein: Vortrag des sudanesischen Botschafters, Abd el-Ghaffar Abd el Rahman Hassan

Wien (OTS) - In einer gemeinsam vom Österreichischen
Gewerbeverein und der Österreichisch-Arabischen Handelskammer durchgeführten Veranstaltung stellte der Botschafter des Sudans in Österreich, Abd el-Ghaffar Abd el Rahman Hassan erstmals einer breiten Öffentlichkeit die neue Politik seines Landes vor. Sie ist stark wirtschaftsbezogen. Potentielle Investoren seien im Lande sehr willkommen. Der Botschafter informierte über die reichen Vorkommen an Bodenschätzen, deren Förderung zum großen Teil noch intensiver Investitionen bedarf. Botschafter Abd el-Ghaffar Abd el Rahman Hassan hob besonders die stark friedensbezogene Politik seines Landes hervor. Im Gegensatz zu den veröffentlichten Berichten in den westlichen Medien, bevorzugt der Sudan ein Leben in Frieden, um über wirtschaftliche Prosperität seinen Bürgern zu künftigem Wohlstand zu verhelfen. Das Land ist immens reich an Bodenschätzen, von denen Erdöl sicher an erster Stelle steht. Neben der Volksrepublik China ist auch die OMV an dessen Förderung beteiligt. Darüberhinaus wurden viele in der Industrie eingesetzte Mineralien und neuerdings große Vorkommen an Gold und Diamanten gefunden. In einer sehr regen Diskussion wurde der Botschafter auch auf die Position der EU zu seinem Land angesprochen. Er sieht in der EU einen Partner, der dem Sudan zu noch mehr Prosperität verhelfen kann. Die in der EURO-Zone seit 1.1.1999 integrierten französisch-orientierten Länder seien hier eher von Vorteil - bestimmt nicht nachteilig für sein Land. Angesprochen auf die Frage, wer die Schäden durch den US-Raketenangriff auf die sudanesische Pharmafabrik im August 1998 bezahle, meinte der Botschafter: die Versicherungen. Was zum interessanten Schluß führte, daß möglicherweise über Rückversicherungen in Europa und USA dieses im Umfeld des Höhepunktes der Lewinsky-Affäre durchgeführte Unternehmen, von uns Europäern und den Amerikanern selbst bezahlt wurde. Sozusagen die mögliche indirekte Finanzierung einer Love-Affair durch die Bürger Europas und den USA. An Investitionen benötigt Sudan insbesondere Bergbaumaschinen, Papierproduktionsstätten und Infrastruktur.

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