Greenpeace fordert Gen-Gipfel mit Ministern Molterer und Prammer

Wien (OTS) - Schutz für Biobauern und ökologisch sensible Gebieten vor Freisetzung von Gentech-Pflanzen dringend erforderlich - Verbot von Gentech-Mais notwendig =

Greenpeace kritisiert heute die Untätigkeit der
beiden für Gentechnik-Fragen zuständigen Minister Wilhelm Molterer und Barbara Prammer. Die Umweltschutzorganisation fordert einen Gen-Gipfel, damit die dringlichen mit Gentech-Freisetzungen in Zusammenhang stehenden Fragen endlich auf politischer Ebene geklärt werden. Auslöser für di= e Greenpeace-Forderung nach einem Gen-Gipfel ist die gestrige Enscheidung von Pioneer, für 1999 keine Gentech-Freisetzungen zu planen.Vorrangig vor Freisetzungen geschützt werden müssen insbesonders ökologisch sensible Gebiete und Regionen mit Biobauern. Dies wurde bereits im April 1998 in einem parlamentarischen Entschließungsantrag gefordert. Die Fahrpläne dafür sollen auf einem Gen-Gipfel mit den zuständigen Politikern ausgearbeitet werden. Weiters fordert Greenpeace von Verbraucherschutz- ministerin Prammer ein österreichisches Importverbot für jenen Gentech-Bt-Mais, den Pioneer freisetzen wollte.

"Das alljährliche Verwirrspiel um Gentech-Freisetzungen durch Firmen wie Pioneer zeigt klar, daß die Minister Molterer und Prammer säumig sind, die notwendigen politischen Rahmenbedingungen zu beschließen", kritisiert Greenpeace-Gentechnikexperte Dr. Thomas Belazzi. "Bis heute ignorieren Molterer und Prammer den Entschließungsantrag ihrer eigenen Parlamentsfraktionen und setzen keine Maßnahmen zum Schutz der Biobauern und von ökologisch sensiblen Gebieten vor Freisetzungen," stellt Belazzi fest. "Greenpeace fordert daher einen Gen-Gipfel mit den zuständigen Ministern."

Der im April 1998 verabschiedete Entschließungsantrag ist Teil jenes Maßnahmenpakets, das im Rahmen der parlamentarischen Behandlung des Gentechnik-Volksbegehrens beschlossen wurde.

20 0000 österreichischen Biobauern zeigen, daß das man auch ohne Gentechnik in der Landwirtschaft erfolgreich sein kann. Gemäß dem Motto "Qualität braucht keine Gentechnik" erwirtschaften Österreichs Biobauern jährlich etwa 2,5 Milliarden Schilling. Obwohl sie also niemals Gentechnik einsetzen, sind Biobauern durch die Gentechnik in der Landwirtschaft bedroht.

"Ein Importverbot für Pioneer’s Gentech-Mais ist dringend erforderlich," stellt Belazzi klar. "Denn er gefährdet die Existenz der Biobauern ebenso wie jener Novartis-Gentech-Mais, gegen den Österreich bereits 1997 ein Importverbot erlassen hat. Konsequenterweise muß Ministerin Prammer daher auch hier aktiv werden."

Informationen zu den geheimen Genexperimenten von Pioneer und die Auswirkungen auf die österreichische Landwirtschaft erhalten sie bei Greenpeace und im Internet: www.greenpeace.at/gentech

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Tasser, Pressesprecherin Greenpeace Österreich, 01/5454580-29 und
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