Lembacher: Wickelkinder haben im Kindergarten nichts verloren

Stellt sich Schlögl gegen gemeinsam beschlossenes Kindergartengesetz?

Niederösterreich, 28.1.1999(NÖI) "Die Novelle zum NÖ Kindergartengesetz wurde im Vorjahr gemeinsam mit den Sozialisten ausgearbeitet und beschlossen. Inhalt dieses Gesetzes waren vor allem flexible Öffnungszeiten, eine bessere Ferienbetreuung und mehr Geld zur Hebung der Qualität in unseren Kindergärten. Über diese Novelle dürfte der neue Halbtags-Parteiobmann der Sozialisten, Karl Schlögl, nicht informiert worden sein. Er würde sonst in seinem jüngst vorgestellten 'Familienpapier' dieses Gesetz nicht wieder in Frage stellen. Dazu zählt vor allem der Wunsch nach einer völlig verstaatlichten Kindererziehung verbunden mit der Forderung nach einem 'Kindergarten für Wickelkinder'. Nichts anderes sind nämlich die sogenannten 'Kiddy Clubs' für 2-jährige", stellte LAbg. Marianne Lembacher klar. ****

Die Volkspartei Niederösterreich wird sich einer derartigen Forderung, daß Kinder "von der Wiege bis zur Bahre" in staatlicher Hand erzogen werden, sicherlich nicht anschließen. Im Gegenteil:
Wir werden uns weiter dafür einsetzen, daß Kleinstkinder so lange und so gut als möglich bei ihren Eltern innerhalb der Familie erzogen werden können. Wenn das nicht möglich ist, treten wir für die zweitbeste Möglichkeit bei der Betreuung von Babys ein, nämlich für die Betreuung durch Tagesmütter. Bereits heuer werden wir in Niederösterreich das 5000ste Kind, das durch eine Tagesmutter betreut wird, begrüßen können, so Lembacher.

In diesem Zusammenhang betonte Lembacher, daß das "Karenzgeld für alle" eine Forderung der VP Niederösterreich bleibe, von der keinen Millimeter abgerückt werde. "Wer sich gegen diese Forderung stellt, ist familienfeindlich und klassenkämpferisch", betonte Lembacher.
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