Enttäuschung über Stromverordnung: Ökostrom wird teuer - Atomstrom fährt frei

BVEE kritisiert Absage an den Öko-Strommarkt

Wien (OTS) - Eine bittere Enttäuschung für alle Produzenten von Ökostrom und den ge-samten Zukunftsmarkt Erneuerbare Energie ist die gestrige Billigung der Stromverordnungen durch das Parlament. Der freie Marktzugang von Ökostrom wird durch hohe Durchleitungsgebühren belastet, während Stromlieferungen an Pumpspeicherwerke - zu einem großen Teil aus bayrischen Atomkraftwerken - von der Netzgebühr befreit wurde.

Die ab 19. Februar geltende Öffnung des Strommarktes erlaubt es grundsätzlich jedem Stromkunden, sauberen Strom aus Bio-, Wind- und Sonnenenergie von unabhängigen Stromlieferanten zu kaufen. Die Leitungen müssen die ehemaligen Strom-Monopolisten zur Verfügung stellen. Die Verordnung, die gestern vom parlamentarischen Hauptausschuß abgesegnet wurde, soll die Gebühren für diese Durchleitung regeln.

Der BVEE hatte vorgeschlagen, Ökostrom genauso von den Gebühren zu befreien, wie es für den Strom für Pumpspeicher vorgesehen ist. Obwohl der Vorschlag breite Unterstützung fand, hat Minister Farnleitner seine ablehnende Haltung durchgesetzt.

Die Pläne, einen ökologischen Stromhandel in Österreich aufzubauen, sieht BVEE-Geschäftsführer Ulfert Höhne trotzdem nicht gescheitert:
"Die gestrige Entscheidung bedeutet sicher, daß Ökostrom vorerst teurer sein wird, als der Strom der Monopolisten. Daß Ökostrom-Kunden dadurch für die freie Durchleitung von Atomstrom mitzahlen müssen, ist besonders bitter", kommentiert Höhne. "Trotzdem arbeiten wir weiter daran, umweltbewußten Österreichern rasch eine Versorgung mit 100% Ökostrom zu ermöglichen."

Weitere Informationen: Mag. Ulfert Höhne, BVEE,
Tel. 01 - 581.12.93, 0676 - 528.92.57

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