EWAG: Gewerbe und Handwerk fürchtet Kostenschub in Milliardenhöhe

Achleitner: "Wir rechnen mit einer Reparatur des Euro- Währungsangabengesetzes"

Wien (Pwk) - Enttäuscht zeigte sich Friedrich Achleitner, Obmann der Bundessektion Gewerbe und Handwerk, über den Entwurf des Euro-Währungsangabengesetzes, auf den sich die Regierungsparteien geeinigt haben. "Es ist für unsere Betriebe selbstverständlich, daß sie ihre Kunden durch doppelte Preisauszeichnung an den Euro gewöhnen. Der Gesetzesentwurf ist aber überbürokratisch und bedeutet für die Betriebe einen Kostenschub in Milliardenhöhe." ****

Insbesondere kritisiert Achleitner die sogenannte Kleinbetriebsregelung, die nur auf spezifische Handelsbetriebe zugeschnitten ist. "Wieso soll ein Bäcker oder Fleischer anders behandelt werden als ein Greißler, oder ein Elektriker anders als ein Elektrohändler?" fragt Achleitner. In derartigen Handwerksbetrieben ist es unbedingt notwendig, die Trennung zwischen Produktion und Verkauf bei den Grenzwerten für die Beschäftigtenzahl zu berücksichtigen. Achleitner fordert deshalb eine Reparatur der Kleinbetriebsregelung: Kleinbetriebe sollen auch solche sein, die in einer Betriebsstätte einschließlich der Produktion 9 Arbeitnehmer beschäftigen, von denen höchsten 5 im Verkauf tätig sein dürfen. Dies entspräche durchaus der Regelung im Handel.

Auf völliges Unverständnis stößt bei Achleitner die Bestimmung, daß bei Betrieben über 9 Arbeitnehmern Registrierkassen die Summe sowohl in Schilling als auch in Euro ausdrucken müssen. "Unsere Betriebe werden unter Strafdrohung gezwungen, neue Kassen zu kaufen, die sie nach wenigen Monaten nicht mehr brauchen. Diese ökonomisch sinnlose Investition läßt sich bei unseren Betrieben allein auf etwa 0,8 bis 1 Mrd S beziffern." Achleitner fordert deshalb eine rasche Reparatur der Bestimmung, denn die Unternehmen könnten eine solche Kostenbelastung nicht verkraften.
(Schluß) MH

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