Startschuß zur Errichtung eines "Kompetenznetzwerkes für Luftfahrttechnologie/Verbund- und Leichtwerkstoffe". Das Kick off-Meeting fandet am 27. 1. 1999 in Wien statt. Koordinator sind die Austrian Research Centers Seibersdorf

Seibersdorf (OTS) - Am 27. 1. 1999 fand in Wien der offizielle
Kick off zur Errichtung eines österreichischen "Kompetenznetzwerkes für Luftfahrttechnologie/Verbund- und Leichtwerkstoffe" (Aerospace Competence Network) statt. Als Projektleiter und Koordinator der Pilotphase fungiert DI Dr. Ernst Semerad vom Geschäftsfeld Hochleistungswerkstoffe der Austrian Research Centers Seibersdorf. Laut Semerad soll der Antrag für die Realisierung dieses Technologienetzwerkes noch heuer gestellt werden. Für die Pilotphase ist eine ARGE vorgesehen, die bei positiver Erfahrung auch im nachfolgenden Netzwerk die Kooperationstruktur bilden soll.

Die Aktivitäten während der Pilotphase werden vom Wirtschaftsministerium mit einem Betrag von 2,5 Mio. Schilling (ca. 181.700 Euro) gefördert. Im Budgetvoranschlag sind Kosten in der Höhe von rund 3,2 Mio. Schilling (ca. 232.600 Euro) angeführt. Die Pilotphase dient vorrangig dem Aufbau einer effizienten Organisationsstruktur (inklusive der Herstellung eines Datenverbundes zur Optimierung des gegenseitigen Informationsaustausches) sowie der Rekrutierung der Netzwerkpartner und der Definition der Programminitiativen und -inhalte. Semerad dazu: "Auf der Basis einer für alle offenen Struktur soll sich möglichst der gesamte Sektor der Materialentwicklung und Bauteilgestaltung in Luft- und Raumfahrt beteiligen." Zu den bislang gewonnenen Partnern zählen u.a. Fischer Advanced Composite Components, Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik (Bereich Space Technology), Plansee AG, Pankl R&D , Böhler Schmiedetechnik, Austrian Aerospace, Ensinger Sintimid, Inspec Fibres und das Institut für Leichtbau und Flugzeugbau der TU Wien. Als weiterer Schwerpunkt der Pilotphase ist die Durchführung des Startprojektes "Mechanische Eigenschaften von akustischen Laminaten" unter der Leitung der Fischer Advanced Composite Components geplant.

Primäres Ziel des "Kompetenznetzwerkes für Luftfahrttechnologie/Verbund- und Leichtwerkstoffe" ist der Aufbau eines international konkurrenzfähigen Technologie-Clusters nach bewährten österreichischen (Automobil-Zulieferindustrie) und europäischen Vorbildern. Eines der wesentlichen Charakteristika des "Aerospace Competence Network" ist, daß "keine neue Infrastrukturen in die Wiese gestellt werden", so Semerad. Das Kompetenznetzwerk soll auf vorhandener Forschungs- und Entwicklungskapazität der österreichischen Wirtschaft und Forschung aufbauen (Kompetenzknoten). Exakt dort sollen die Knoten eingerichtet werden, damit sie wirtschaftsnah und anwendungsorientiert ausgerichtet sind. Die Bündelung und interdisziplinäre Nutzung gemeinsamer Ressourcen soll die Schlagkraft des Technologie-Clusters erhöhen und eine koordinierte gemeinsame Strategie ermöglichen. Das Spektrum der Betreiber soll sich aus der österreichischen Industrie auf den Gebieten Luft (und Raum)fahrt, Leichtbau, Sportartikel, etc. - als Erzeuger, Zulieferer, Anwender - sowie der einschlägigen universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammensetzen.

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