Frauen- und familienfreundliche Betriebe in NÖ

LHStv. Prokop: Zentrale Aufgabe der Gesellschaft

St.Pölten (NLK) - "Es ist eine wichtige Aufgabe der Gesellschaft, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen und laufend zu verbessern", betonte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop gestern bei der Preisüberreichung des Wettbewerbes um die frauen- und familienfreundlichsten Betriebe in Niederösterreich. Er wurde unter dem Motto "Taten statt Worte" 1998 zum zweiten Mal von der Interessenvertretung der NÖ Familien in Zusammenarbeit mit der NÖ Wirtschaftskammer, dem ORF-Landesstudio NÖ und den NÖN durchgeführt, nicht weniger als 59 Betriebe haben sich beteiligt.

LHStv. Prokop unterstrich die zentrale Rolle der Familienpolitik innerhalb der niederösterreichischen Landespolitik und verwies darauf, daß Niederösterreich im Bundesländervergleich nach Wien die zweithöchste Frauen-Beschäftigungsquote aufweist. Frauen leisten heute in allen Bereichen ausgezeichnete Arbeit, hätten aber nach wie vor eine mehrfache Belastung zu bewältigen. Der Präsident der Interessenvertreter der NÖ Familien, NRAbg. Franz Kampichler betonte, daß von erfolgreichen Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie letztlich alle Beteiligten profitieren. Moderiert wurde die Preisüberreichung von ORF-Landesintendantin Dr. Monika Lindner.

Und das sind die Preisträger in den einzelnen Kategorien:

Bei den Kleinbetrieben entschied sich die Jury für den St.Pöltener Frisiersalon Brigitte Hofmann, der neben Teilzeitvarianten den Mitarbeiterinnen verschiedene Qualifizierungsmöglichkeiten anbietet, Kindern von Mitarbeiterinnen und Kunden im Geschäft eine Spiel- und Videoecke zur Verfügung stellt und überdies im Bedarfsfall die Kosten für ene Leihoma übernimmt. Auf den Plätzen folgen die Fach- und Personalberatung Fabian in St.Pölten und das Telehaus NÖ-Süd in Warth.

Den ersten Platz in der Kategorie Mittelberiebe belegte die Firma Matern & Kren, Textilkaufhaus und Raumausstattung, Pulkau. Hervorgehoben werden die autonome Arbeitszeiteinteilung, Teilzeitmöglichkeit auch für Führungskräfte, Eigenverantwortung und Umschulungsmöglichkeiten. Die folgenden Plätze gingen an die Firma WimTec, elektronische Steuerungs- und Meßgeräte, Ferschnitz, und an die Apotheke im St.Pöltener Traisenpark.

In der Kategorie Großbetriebe errang die Spar-Zentrale in St.Pölten den ersten Platz für folgende Maßnahmen: Teilzeit, Job-Sharing, Zeitguthabenkonten, gute Karrierechancen für Frauen, umfassende Weiterbildung auf Kosten des Betriebes, spezielle Lehrlingsförderung, Sozialfonds für Härtefälle. Die Plätze 2 und 3 gingen an die Raiffeisenbank im Erlauftal (Wieselburg) und an die St.Pöltener Firma ÖBAU Nadlinger.

Unter den Non-Profit Organisationen holte sich den 1. Würdigungspreis das Caritasheim St.Elisabeth in St.Pölten, in dem der Anteil der weiblichen Führungskräfte 82 Prozent beträgt, vor der Frauen- und Familienberatungsstelle Freiraum in neunkirchen und dem Verein Zentrum für Beratung und Kommunikation in Krems.

Würdigungspreise wurden auch in der Kategorie öffentliche Einrichtungen vergeben, hier landete das Krankenhaus Scheibbs, in dem die weiblichen Führungskräfte überwiegen, die Weiterbildung groß geschrieben wird und die Dienstplaneinteilung besonders auf familiäre Bedürfnisse Rücksicht nimmt, vor der Marktgemeinde Hofstetten-Grünau und dem Arbeitsmarktservice St.Pölten.

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