Wiederholung OTS0189 Mentha droht, Budgetvertrag nicht zu unterschreiben

Der designierte Volksopern-Chef im

Wien (OTS) - NEWS-Interview: "Tausch Volksoper - Theater an der Wien nicht mit mir"

Dominique Methan, Direktor der Wiener Volksoper ab
Herbst 1999, wird den Budgetvertrag seines künftigen Hauses mit der Republik Österreich nicht unterzeichnen, wenn seine finanziellen Vorstellungen nicht erfüllt werden. Das kündigt der noch amtierende Intendant des Tiroler Landestheaters in einem Interview für die morgen erscheinende Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS an.

Die bisherige Budgetsumme des Bundestheaterverbandes oll, wenn es nach Mentha geht, nach der Ausgliederung etwa im Verhältnis 40 % (Staatsoper) sowie je 30 Prozent (Burgtheater und Volksoper) aufgeteilt werden. Seine Kollegen Holender und Bachler wollen ihm aber nur etwa 25 Prozent zugestehen.

Mentha, präzisierend in NEWS: "Es muß zumindest gegen 30 und nicht gegen 25 Prozent gehen. Es ist klar, daß meine Kollegen die Volksoper schon geleitet und große Vorteile haben. Ich werde mir den Mund aber nicht verbieten lassen. Und am Ende dieser Verhandlungen wird es den Moment geben, wo ich als Verantwortlicher der neuen Ges.m.b.H. den Vertrag unterschreibe - oder nicht. Damit müßten sich dann höhere Gremien befassen."

* Mentha beharrt auch auf seiner Forderung nach einer kleinen Zweitspielstätte, will die aber durch Synergien mit der freien Opernszene und ihren Spielorten erreichen.

* Im Konflikt mit Edita Gruberova beharrt Mentha auf dem mit Gruberovas Agenten vereinbarten und nun von der Diva abgelehnten Kompromiß, "Die Regimentstochter" als Gastspiel aus Nizza zu zeigen. Mentha: "Natürlich gelten Verträge, aber es gibt auch höhere Gewalt, und ein Theater kann nicht erpreßbar sein. Ein Direktionswechsel, die Ausgliederung - wir brauchen da ein Mindestmaß an Professionalität, Kollegialität und Beweglichkeit." Gruberova mit 2 Millionen Schilling auszuzahlen, komme nicht in Frage. Gegebenenfalls werde er sich am Gruberova-Agenten, der den Kompromiß ausverhandelt hat, schadlos halten.

* Für den von Staatssekrtär Wittmann und Kulturstadtrat Marboe erwogenen Tausch zwischen Volksoper und Theater an der Wien steht er nicht zur Vergügung. Metha in NEWS:" Ich kann mir allenfalls vorstellen, das Theater an der Wien mit mehr Budget zusätzlich zur Vollsoper mitzubespielen. Ein Tausch - sodaß die Volksoper eine Musical-Bühen würde - käme mit meiner Person nicht in Frage: Das Konzept der Volksoper kann nicht ins Theater an der Wien transferiert werden.

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