Wiener Anwalt verspekulierte Klientengelder von mehreren hundert Millionen Schilling

WirtschaftsBlatt Exklusiv: Anwalt verspekulierte Klientengelder von mehreren hundert Millionen Schilling

Wien (OTS) - Der Wiener Rechtsanwalt Wolfgang Jeannée hat Klientengelder in der Höhe von mehreren hundert Millionen Schilling bei Börse-Termingeschäften in London verspekuliert. Jeannée hat sich zu Wochenbeginn gestellt und selbst angezeigt. Jeannée sitzt derzeit in Untersuchungshaft, bestätigen sein Verteidiger Herbert Eichenseder und der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien. Jeannée, der unter anderem im Aufsichtsrat von Degussa Austria und Der Anker Allgemeine Versicherungsgesellschaft sitzt, hat diese Mandate umgehend zurückgelegt. Diese Unternehmen seien nicht in seine Malversationen verwickelt, sagt Eichenseder. Der verspekulierte Betrag - es dürfte sich um Spekulationen auf den Yen gehandelt haben - liegt laut Staatsanwaltschaft bei mehreren hundert Millionen Schilling. Andere Quellen berichten von an die 600 Millionen Schilling. Verteidiger Eichenseder legt den Betrag bei "maximal der Hälfte" fest. Betroffen sind sowohl Klientengelder als auch treuhändisch verwaltetes Vermögen. Jeannée tätigte seine Geschäfte über zwei britische Broker-Häuser. Derzeit werde versucht, "zu retten, was noch zu retten" ist, sagt Eichenseder. Gleichzeitig mit seiner Selbstanzeige hat Jeannée auch Konkurs für eines seiner Unternehmen beantragt. Derzeit prüfen sowohl Wirtschaftspolizei als auch Konkursgericht die Causa. Laut Staatsanwaltschaft Wien wurden die Voruntersuchungen wegen des Verdachts auf Untreue eingeleitet. Der zuständige Untersuchungsrichter, Stefan Erdei, bestätigt, den Akt Jeannée bereits erhalten zu haben sowie die Überstellung von Jeannée ins Landesgericht Wien.

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