Naturschutz-Leistungen für Landwirte zahlen sich aus

ÖPUL 2000: Mehrere Möglichkeiten der Kooperation

St.Pölten (NLK) - Für Landwirte zahlt sich die Zusammenarbeit mit dem Naturschutz im ÖPUL 2000, einem Programm des Bundes und der EU, noch mehr aus als bisher: Die Prämien für die Pflege ökologisch wertvoller Flächen werden erhöht. Außerdem werden in Zukunft Naturschutz-Leistungen auch auf genutzten Ackerflächen belohnt.

Die Zusammenarbeit lohnt sich gleich auf mehreren Gebieten:

Trockenrasen, Feuchtwiesen, Streuobstbestände und andere "Gustostückerln" -Codierung WF - zählen schon seit Jahren zum Standard des Vertragsnaturschutzes. Die Prämien im ÖPUL 2000 werden zwischen 5.500 und 11.500 Schilling pro Hektar liegen, also wesentlich höher sein als bisher.

Neu ist die Abgeltung von Ackerflächen, die zu Wiesen oder Weiden rückgewandelt werden. Die Prämien: 7.500 bis 11.500 Schilling pro Hektar.

Neu angeboten wird erstmals auch die zehnjährige Stillegung. Vielen Landwirten ist nämlich die 20jährige Stillegung zu lange. Auf fünf Jahre aber lassen sich manche Naturschutzziele nicht verwirklichen. Beispiele für die zehnjährige Stillegung: Ausgedehnte ökologische Flächen wie etwa Brutplätze werden geschützt, wenn beispielsweise mehrere Hektar dazu die Möglichkeit geben. Oder:
Kleinere Flächen wie neue Feldraine helfen den Tieren als Wanderkorridore und als willkommene Deckung. Diese Stillegungsflächen dürfen - im Gegensatz zu den WF-Flächen - nicht genutzt werden. Die Prämien liegen zwischen 6.000 und 11.500 Schilling pro Hektar.

Für Acker- und Grünland sowie Sonderkultur-Flächen, auf denen z.B. immer wieder kleine Tümpel entstehen oder andere wertvolle und kleinflächige Biotope aufweisen, wird jetzt im ÖPUL 2000 - ganz neu -eine Kombi-Prämie geschaffen: Die Nutzung auf der Fläche kann fortgesetzt werden, die wertvollen Strukturen müssen aber erhalten bleiben. Zusätzlich zu anderen ÖPUL-Prämien werden zwischen 1.000 und 3.500 Schilling pro Hektar gezahlt. Auch für Landschaften mit kleinteiligen Ackerformen, etwa im Waldviertel, wird ein neues Angebot geschaffen.

Wer im Jahr 2000 mitmachen will, muß bereits im heurigen Jahr das Projekt erstellen lassen. Weitere Informationen dazu erhält man in der Abteilung Landwirtschaftsförderung, Johann Watschka, oder in der Naturschutzabteilung, Dipl.Ing. Suske, Amt der NÖ Landesregierung, 3109 St.Pölten, Landhausplatz 1.

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