Caritasdirektor Michael Landau fordert Verdoppelung der Hospiz- Betten in Wien

Wien, 26.1.1999(car-pd)
Anläßlich der Enquete äSterbebegleitung nicht Sterbehilfe", die am 27. Jänner im Wiener AKH stattfindet, fordert der Wiener Caritasdirektor Michael Landau eine Verdoppelung der Hospizbetten in Wien. äEs ist erfreulich, daß die Stadt Wien sich intensiv mit der Situation von Men-schen am Ende des Lebens auseinandersetzt. Jetzt ist es an der Zeit, die praktische Arbeit auszuweiten. Ein wichtiger Schritt dazu wäre die Verdopplung der Hospizbetten für jene Patienten, die nicht zu Hause betreut werden können."

Jeder zweite Hospiz-Patient in Wien wird derzeit von der Caritas be-treut. Landau betonte, daß die Caritas nicht zuletzt dank der Unter-stützung der Stadt Wien schon über 1600 Sterbende zu Hause beglei-ten konnte: äKrebs, Aids oder eine andere schwere Krankheit bedeuten für Betroffene nicht nur körperliches Leid, oft kommt auch das Gefühl dazu, mit den Ängsten und Sorgen allein gelassen zu sein. Das Mobile Caritas Hospiz, ein Team aus Ärzten, geschulten Diplompflegekräften und ehrenamtlichen Mitarbeitern, besucht die Patienten zu Hause. Das Hopiz-Team lindert Schmerzen und nimmt sich der Wünsche und Be-dürfnisse der Kranken an. Partner, Angehörige und Freunde werden in die Betreuung integriert."

In diesem Zusammenhang erneuert Landau die Caritas-Forderung
nach möglichst rascher Einführung einer verpflichtenden palliativmedi-zinischen Ausbildung für angehende Ärzte: äAuch praktische Ärzte sollen hier in die Pflicht genommen werden. Mediziner sollen künftig Sterbebegleitung lernen. Das Ziel ist mehr Zuwendung und bessere Schmerztherapie."

Das Mobile Caritas Hospiz feiert heuer sein zehnjähriges Jubiläum und hat seit seinem Bestehen über 1.600 Menschen und deren Ange-hörige betreut. Zur Zeit baut die Caritas in Niederösterreich eine in die Mobilen Pflegedienste integrierte Hospizbetreuung auf. Das Konzept sieht Ausbildung und fortlaufende Weiterbildung der Mitarbeiterinnen in den Pflegestationen vor, Bewußtseinsbildung, Vernetzung mit Hausärz-ten und sozialen Einrichtungen und die Mitarbeit von Ehrenamtlichen. Auch in den Pensionistenhäusern der Caritas wird der Hospiz-Gedanke immer stärker in die tägliche Arbeit einbezogen.

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