Freifahrt für Atomstrom?

BVEE fordert freie Netz-Durchleitung für Ökostrom

Wien (OTS) - Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BVEE)
kritisiert Minister Farnleitners Entwurf der Netzverordnung. Solange darin Atomstrom von den Netzgebühren befreit ist, nicht aber Ökostrom, soll der Nationalrat den Vorschlag ablehnen.

Morgen, Mittwoch, möchte Wirtschaftsminister Farnleitner seinen Vorschlag vom parlamentarischen Hauptausschuß absegnen lassen. Der BVEE kritisiert, daß dieser Vorschlag die dezentralen Erneuerbaren Energien systematisch benachteiligt. Das gesetzlich fixierte Recht jedes Stromkunden, ab 19. Februar Bio-, Wind- oder Solarstrom von unabhängigen Erzeugern zu kaufen, droht durch überhöhte Leitungsgebühren und komplizierte Preisregelungen abgewürgt zu werden.

"Das ist eine verkehrte Welt: Minister Farnleitner will Atomstrom, der Pumpspeicherwerke versorgt, von den Netzgebühren ausnehmen, Ökostrom soll aber mit hohen Durchleitungs-gebühren weiter verteuert werden", kritisiert BVEE-Geschäftsführer Ulfert Höhne. "Wir fordern die Nationalratsabgeordneten auf, der Verordnung Farnleitners nur zuzustimmen, wenn Ökostrom von den Durchleitungsgebühren befreit wird."

Anmerkungen:

1. Der BVEE schlägt in seiner Stellungnahme vor, Ökostrom solange vollständig von den Netzgebühren zu befreien, bis er einen Marktanteil von fünf Prozent hat.

2. Im Jahr 1996 wurden 1881 GWh Pumpstrom zu Österreichs Pumpspeichern geleitet. Das entsprach 4,2 Prozent des heimischen Endverbrauchs.

Rückfrgehinweis: Mag. Ulfert Höhne, BVEE,

Tel.: 01 - 581.12.93

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