Ausverkauf der österreichischen Flugsicherung

Wien (OTS) - Die Arbeitnehmervertretung der österreichischen Flugsicherung (Austro-Control GmbH) hat Bedenken gegen die von Minister EINEM und seinem Sektionschef Dr. STADLER propagierte internationale Flugsicherungszentrale in Wien. Keinesfalls kann, so die Meinung der im ausübenden Dienst tätigen Fachleute (EDV, Fluglotsen und Flugsicherungstechnik) von positiven Auswirkungen auf den österreichischen Arbeitsmarkt die Rede sein: die Entstehung von 400 Arbeitsplätzen im Raum Wien bezieht sich auf den Umstand, daß 350 der propagierten 400 Arbeitsplätze für Nicht-EU-Ausländer zur Verfügung stehen werden.

Im Gegenzug ist zu erwarten, daß 450 hochqualifizierte, österreichische Arbeitsplätze in den Bereichen EDV, Technik und Logistik bei der AutroControl verloren gehen werden. Die Feststellung, daß sich die Austro Control in Hinkunft auf den An- und Abflugbereich der Flugsicherung konzentrieren wird, entzieht der Austro-Control, die derzeit eine international hochangesehene, im österreichischen Staatsbesitz befindlichen Firma ist die Existenzgrundlage. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, daß in Folge die Kosten für die heimischen Airlines in den Bereichen Überflug, bzw. An-und Abflug, explodieren werden.

Die CEATS-Flugsicherungsstelle wird auf exterritorialen Rechtsgrundlagen beruhen, wodurch der Republik Österreich Steuern und Sozialeinahmensverluste entstehen werden. In diesem Zusammenhang äußert die Arbeitnehmervertretung ihr Befremden über die Tatsache, daß Stadt Wien und der Bund die Finanzierung des Projekts mit dreistelligen Millionenbeträgen aus Steuergeldern finanzieren. Überdies ist das Konzept einer Monster-Flugsicherungszentrale in Zeiten vernetzter Computersysteme überholt und schafft soziale Probleme aber keine volkswirtschaftlichen Vorteile.

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