Baugewerbe und Baustoffindustrie rücken zusammen

Gemeinsame Marktbearbeitung zur Förderung der Massivbauweise

Wien (Pwk) - Mit einer breit angelegten Werbekampagne und Öffentlicheitsarbeit reagieren das Baugewerbe und die Hersteller von mineralischen Baustoffen auf die österreichweit abnehmende Massivbautätigkeit auf dem Wohnungssektor. Vor allem im privaten Wohn- und Einfamilienhausbau soll das vom Baumeister errichtete Beton- und Ziegelhaus wieder verstärkt an Bedeutung gewinnen. Mit der Förderung der Massivbauweise wollen die Initiatoren gleichzeitig die Kompetenz des Baumeisters als Profi für alle Bauaufgaben unterstreichen. Die Kampagne ist mit 40 Millionen Schilling dotiert und für drei Jahre anberaumt. ****

Der private wie auch öffentliche Wohnungsbau in der Massivbauweise ist sowohl konjunktur- als auch wettbewerbsbedingt rückläufig. Im Gegensatz zu allen anderen Bausparten wird auf dem gesamten Wohnbausektor auch für die nächsten Jahre kaum mit einer nennenswerten Erholung gerechnet. Allein im Vorjahr betrug der Rückgang bis Ende August bereits 8,2 Prozent. 1997 wurden mit 56.920 Neu-, Um- und Zubauten um 8.480 oder 14,9 Prozent weniger neue Wohneinheiten bewilligt als im Jahr davor. Dieser niedrigste Wert seit 1992 wird sich über die Jahrtausendwende hinaus entsprechend negativ auf die Anzahl der Fertigstellungen auswirken. Andererseits gewinnt die Holz-Leichtbauweise laufend Marktanteile hinzu. Schätzungen zufolge war 1997 jedes vierte bis fünfte der rund 17.400 neu errichteten Ein- oder Zweifamilienhäuser ein Fertigteilhaus aus Holz. Seit 1993 verzeichnete die Holz-Leichtbauweise ein Wachstum von 70 Prozent. Zusätzliche Konkurrenz erhält die Massivbauweise seit drei Jahren auch im Mehrgeschoßwohnbau, nachdem die Bauvorschriften einseitig holzfreundlich novelliert wurden. Seither darf in dieser traditionellen Domäne der Massivbaustoffe bis drei Geschoße hoch auch in Holz gebaut werden. Vor allem in den waldreichen Bundesländern wird von dieser Möglichkeit immer öfter Gebrauch gemacht.

Die für den massiven Wohnbau ungünstigen Rahmenbedingungen finden im Baugewerbe einen deutlichen Niederschlag. Die Bundesinnung verzeichnet konstant rückläufige Auftragsbestände. Rund die Hälfte der gewerblichen Bauunternehmen zeigt sich hinsichtlich der weiteren Entwicklung anhaltend pessimistisch. Neben dem Einbruch im Wohnbau und der wachsenden Konkurrenz durch Holz entgehen dem Baugewerbe immer mehr Aufträge auch in Folge der industriellen Serienfertigung. So profitiert das Gewerbe etwa aus dem gegenwärtigen Aufschwung im Brücken-, Straßen- oder Tunnelbau lediglich durch kleinere Subaufträge.

Neben den baustoffbedingten Vorzügen des Massivhauses, wie Wärme,-Schall- und Brandschutz und die Wertbeständigkeit, wird die gemeinsame Kampagne im besonderen auf die gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Baugewerbes und der Baustoffindustrie aufmerksam machen. Dabei geht es auch um positive Beschäftigungseffekte, die im regionalen Umfeld eines Massivbauprojektes ausgelöst werden. Weiters soll die stilbildende Bedeutung des massiven Hauses für die typisch österreichische Baukultur in den Vordergrund gestellt werden.

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