Österreichs Gleichbehandlungsbeauftragte tagten

Nächstes Treffen in Niederösterreich

St.Pölten (NLK) - Das erste österreichweite Treffen aller Gleichbehandlungsbeauftragten der Bundesländer und Städte fand vergangene Woche in Salzburg statt. "Die nächste Konferenz wird im Jahr 2000 in Niederösterreich abgehalten", kündigte die NÖ Gleichbehandlungsbeauftragte Dr. Christine Rosenbach an. Schwerpunkte der ersten Tagung waren ein Erfahrungsaustausch und der Vergleich der einzelnen Landes-Gleichbehandlungsgesetze. Dabei fallen einige Unterschiede ins Auge, betonte Rosenbach: "So sind zum Beispiel Niederösterreich und Steiermark die einzigen Bundesländer, die ihren LandeslehrerInnen die Unterstützung von KoordinatorInnen, Gleichbehandlungsbeauftragten und der Kommission anbieten und damit eine breite Möglichkeit zur friedlichen Streitschlichtung vor dem Gang zum Arbeitsgericht oder zur Dienstbehörde."

Eine Reihe von Beauftragten verfügt über keinerlei feste Dienstfreistellung, die Agenden müssen neben der unveränderten Hauptarbeit erledigt werden. Die damit verbundenen Schwierigkeiten führten in einigen Fällen bereits zu Rücktritten. "Dem Land Niederösterreich sind Gleichbehandlung und Frauenförderung wichtige Anliegen, hier ist die Gleichbehandlungsbeauftragte komplett für diese Agenden freigestellt", stellte Rosenbach ausdrücklich fest.

Ein weiterer Schwerpunkt war den rechtlichen Grundlagen der Gleichbehandlung auf Europa- und Bundesebene sowie den bisherigen Erfahrungen aus der Bundes-Gleichbehandlungskommission gewidmet. Alle Verwaltungen sind hierarchisch und männerorientiert strukturiert, die Arbeit der Gleichbehandlungsorgane erinnerte dabei manchmal an den Kampf gegen Windmühlen.

"Wichtig ist es, einerseits die gesteckten Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, diese mit Hartnäckigkeit und freundlicher Beharrlichkeit zu verfolgen und andererseits den gegenseitigen Erfahrungsaustausch sowie die ("moralische") Unterstützung über die Ländergrenzen hinweg zu intensivieren", schließt Rosenbach.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2180Niederösterreichische Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK