Rotes Kreuz/Österreich Österreich: Die Pollen fliegen

Wien (ÖRK) - Spätestens dann, wenn es wieder in der Nase kitzelt, wird es für viele geplagten Menschen zur Gewißheit: Die Pollensaison beginnt. Wenn der Winter nicht zurückkehrt, dann könnten schon in den nächsten Tagen Hasel und Erle wieder zu blühen beginnen. "Viele Allergiker werden wieder unter den verschiedensten Symptomen leiden", sagt Dr.Heinz Peter Slatin, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes. "Diese reichen von tränenden und juckenden Augen über rinnende Nasen bis hin zur Atemnot und Schlafstörungen."

"Ursache für eine Allergie ist eine Überreaktion des Körpers auf körperfremde Substanzen. Dadurch können verschiedene Krankheitsbilder entstehen. Während der eine Patient einen Hautausschlag bekommt, führt die Allergie beim nächsten Patienten zu Asthma, beim dritten Patienten hingegen zu überhaupt keinen Reaktionen", so Slatin.

Um einer Pollenallergie zu entgehen oder die Symptome zu lindern, gibt es laut Slatin mehrere Möglichkeiten. Zuerst muß aber mittels Test oder durch genaues Beobachten festgestellt werden, welche Pollen die Allergie auslösen. In Absprache mit einem Arzt können Cortisonsprays oder Antihistamine verwendet werden. Antihistamine sind Antiallergika, die zur akuten Behandlung starker Symptome verwendet werden. Es gibt sie als Tabletten, Salben oder als Gel. Eine weitere Möglichkeit ist die Hyposensibilisierung. Slatin: "Der allergieauslösende Stoff wird dem Patienten über drei Jahre hinweg injiziert." Die meisten Pollenallergien lassen sich damit in den Griff bekommen.

Die einfachste Methode ist aber ein Ortswechsel. Pollenwarndienste melden, wann wo welche Pollen fliegen. Am Meer oder im Hochgebirge sind Pollen überhaupt seltener. Allergiker sollten in kritischen Zeiten Aktivitäten im Freien vermeiden. Pollenfilter in den Lüftungsanlagen ihrer Autos senken das Allergierisiko. In der Wohnung mildert tägliches Staubsaugen die Pollenbelastung. Kleidung sollte täglich ausgeschüttelt und nicht im Schlafzimmer aufgehängt werden. Apropos Schlafzimmer: "Wer sich am Abend die Pollen aus den Haaren wäscht, schläft sicher besser", so Slatin.

Rückfragehinweis: ÖRK/Gesundheitsredaktion

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25.1.1999

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