Verteidigungsministerium wollte trotz Warnung des Außenministeriums 265 Pistolen der Marke Walther PPK aus Bundesheerbeständen ins Ausland verkaufen

Nationalratsabgeordneter Andreas Wabl bringt Sachverhalts-darstellung gegen Minister Werner Fasslabend ein

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat das Verteidigungsministerium nicht nur versucht 40.000 Bundesheer-Sturmgewehre, sondern auch 265 Pistolen der Marke Manurin Walther PPK aus seinem Bestand über die Schweizer Firma Brügger + Thomet ins Ausland zu verkaufen - trotz Warnungen aus dem Außenministeriums.

FORMAT zitiert aus einer vorliegenden Telefaxnote des Außenamts, in der vor einer Ausfuhr der 265 Pistolen ausdrücklich gewarnt wird, da sie in Gebiete gelangen könnten, 'in denen ein bewaffneter Konflikt herrscht.'

Gegen die in Fachkreisen als Vermittler von Waffengeschäften bekannte Firma Brügger + Thomet hat die Staatsanwaltschaft Wien vergangene Woche mit Zustimmung des Justizministeriums Erhebungsschritte eingeleitet.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigt gegenüber FORMAT den Geplanten Pistolenverkauf: 'Wir haben einen gültigen Vertrag mit der Firma Brügger + Thomet. Die Waffenverkäufe sind während der Ermittlungen derzeit gestoppt.'

Der Nationalratsabgeordnete Andreas Wabl kündigt an, Anfang kommender Woche bei der Staatsanwaltschaft Wien eine Sachverhaltsdarstellung gegen Verteidigungsminister Werner Fasslabend wegen des Verdachts auf illegale Ausfuhr von Kriegsmaterial und Neutralitätsgefährdung einzubringen.

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