Österreichische Sicherheitsdirektoren für kontrollierte Heroinabgabe

Vorarlberger Sicherheitsdirektor Elmar Marent: "Wenn eine vernünftige Möglichkeit der kontrollierten Heroinabgabe gefunden wird, sehe ich keine Schwierigkeiten."

Wien (OTS) - Die Diskussion um die Drogenfreigabe durch den Staat geht weiter. Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, kann sich die Mehrheit der leitenden Sicherheitsdirektoren in den österreichischen Bundesländern eine kontrollierte Abgabe von Heroin an Schwerstabhängige vorstellen. Der Vorarlberger Sicherheitsdirektor Elmar Marent erklärt: "Das ist überwiegend ein medizinisches Problem. Wenn eine vernünftige Möglichkeit der kontrollierten Heroinabgabe gefunden wird, sehe ich keine Schwierigkeiten." Der Vorstoß ist eine Reaktion auf die Entscheidung der rot-grünen-Koalition in Deutschland, ab Anfang 2000 einen wissenschaftlich begleitetender Versuch für die 'medizinische Heroinverschreibung an Schwerstsüchtige' zu starten. Der Salzburger Sicherheitsdirektor Anton Stenitzer, der ein Pilotprojekt zur kontrollierten Heroinfreigabe initiiert hat, zu FORMAT: 'Natürlich muß man an dieses Thema sehr vorsichtig herangehen. Das Thema ist aber aktuell.' Der Polizeidirektor von Graz, Franz Stingl plädiert ebenfalls für eine Freigabe von Heroin an Schwerstabhängige nach deutschem Vorbild: 'Ich selber bin beispielsweise Raucher. Man kann sich ja auch einen Nikotinkaugummi in der Apotheke kaufen'.

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